Kapitän der "Hansa Stavanger" will Schadenersatz

16. August 2009, 22:52
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Reederei soll Entführung in die Länge gezogen haben

Hamburg - Der Kapitän des aus der Hand von somalischen Piraten befreiten Frachters "Hansa Stavanger", Krzysztof Kotiuk, verlangt von der Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg Schadenersatz. Diese habe das Entführungsdrama unnötig in die Länge gezogen, begründete die Frau des Kapitäns, Bozena Kotiuk, gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Focus" die Forderung. Bei der Reederei war am Sonntag niemand zu erreichen.

So hätten die Eigner für die Freilassung des Schiffs und der 24 Mann Besatzung über eine englische Sicherheitsfirma zunächst nur 600.000 Dollar (419.757 Euro) geboten. Das sei viel zu wenig gewesen, sagte Bozena Kotiuk dem Magazin. Der Containerfrachter "Hansa Stavanger" war am 4. April rund 400 Seemeilen (rund 700 km) vor der somalischen Küste von Seeräubern überfallen und gekapert worden. Erst vier Monate später, am 3. August, gaben die Piraten das Schiff nach dem Erhalt von umgerechnet angeblich 2,1 Millionen Euro wieder frei.

Verärgert sei das Ehepaar Kotiuk auch über das Verhalten von Reeder Frank Leonhardt, berichtet das Magazin. Dieser habe sich bis heute nicht bei ihnen gemeldet. Falls die Reederei "bis nächste Woche" nicht reagiere, wolle Kotiuk einen Anwalt einschalten. (APA/dpa)

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