Schiffskrimi vor Ende

16. August 2009, 21:34
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Russland kündigte "geeignete Lösung" an

Moskau/Helsinki - Das Rätsel um das vor zwei Wochen verschwundene finnische Frachtschiff "Arctic Sea" stand am Sonntag offenbar kurz vor der Lösung. "Die Suche entwickelt sich erfolgreich", sagte der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin im russischen TV. Man habe "vollständige Informationen, um eine geeignete Entscheidung zu treffen".

Nach Angaben der finnischen Polizei fordern Unbekannte ein Lösegeld für das in Malta registrierte Schiff. In die Ermittlungen sind inzwischen Polizeibehörden aus zwanzig Ländern eingebunden. Die Küstenwache der Kapverden hatte am Freitag mitgeteilt, das Schiff mit seiner 15-köpfigen russischen Besatzung 400 Seemeilen vor den Inseln ausfindig gemacht zu haben. Seither verfolgten Russland und die Nato den Frachter mithilfe von Satelliten. Nach letzten Angaben befand sich die "Arctic Sea" bereits südlich der afrikanischen Inselrepublik.

Plötzlich verschwunden

Der Frachter hatte sich zuletzt am 28. Juli per Funk bei den britischen Behörden gemeldet und war dann nach der Fahrt durch den Ärmelkanal plötzlich verschwunden. Nach vorliegenden Informationen hat er finnisches Holz im Wert von 1,3 Millionen Euro geladen. Experten vermuteten aber, dass es möglicherweise eine geheime Ladung gegeben haben könnte. Einen Piratenangriff hat es in europäischen Gewässern bisher nicht gegeben. (red/DER STANDARD-Printausgabe, 17.8.2009)

 

 

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