Festnahmen bei Kundgebung gegen Rechtsextreme in England

16. August 2009, 20:11
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Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei

London - Bei einer Protestaktion gegen eine Veranstaltung der rechtsextremen British National Party (BNP) ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Dabei wurden laut Polizeiangaben am Samstag in der mittelenglischen Ortschaft Codnor 19 Personen vorübergehend festgenommen. Die Kundgebung mit knapp 1.000 Teilnehmern verlief den Angaben zufolge überwiegend friedlich. Einige Demonstranten versuchten jedoch, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen, und bewarfen Polizisten mit Plastikflaschen und Eiern.

Drei der Festgenommenen wurden am Sonntag formell der Störung der öffentlichen Ordnung beschuldigt. Einem vierten wird Behinderung des Straßenverkehrs vorgeworfen, wie die Polizei mitteilte. Die übrigen wurden mit Geldstrafen belegt, verwarnt oder ohne Bestrafung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Demonstranten wollten nach eigenen Angaben Straßen blockieren, um die Anreise von Rechtsextremen zu einem jährlichen Festival der BNP zu verhindern. Die Partei, die ausschließlich Weiße als Mitglieder akzeptiert, gewann bei der Europawahl im Juni erstmals zwei Sitze. Die BNP spricht sich in ihrem Programm gegen Einwanderung aus.

Bereits im vergangenen Jahr war es bei Protesten gegen die jährlich stattfindende Veranstaltung der BNP zu Ausschreitungen gekommen. Damals wurden 30 Demonstranten festgenommen. (APA/AP)

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    Kundgebung gegen Rechtsextreme in Codnor

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