Allein mit Mama

16. August 2009, 18:16
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Kinder, die bei ihrer Mutter leben, haben einen bedeutsamen Fürsprecher gefunden: Alfons Haider

Jüngst haben wir in dieser Reihe den Erkenntnisgewinn aus sommerlichem Nachdenken von Politikern beleuchtet. Doch auch Schauspieler, Sänger, Moderatoren und Kabarettisten tragen Erhellendes bei, vor allem, wenn sie alles in einem sind.

Alfons Haider etwa. Er landete beim Gespräch mit Justizministerin Claudia Bandion-Ortner bei der Frage, warum homosexuelle Paare "nicht Kinder adoptieren können, wo doch auf der Welt Millionen Kinder unter furchtbarsten Bedingungen leben". Die Ministerin gab Studien zu bedenken, wonach es "Kindern unangenehm war zu sagen, sie hätten zwei Väter oder zwei Mütter" - und, peng, da war sie da, die gnadenlose Gegenfrage: "Wissen Sie, wie schlimm es ist, wenn ein Kind sagen muss: Ich lebe alleine mit meiner Mama?" Stille. Keine Antwort.

Ich. Lebe. Alleine. Mit. Meiner. Mama. In Österreich wissen 146.300 unter 15-Jährige und Alfons Haider, wie schlimm zu sagen diese Worte sind. Nicht eingerechnet die 11.400, die allein mit Papa leben; noch unbemerkt von A. Haider.

Zum Glück wird alles gut, haben Alleinerzogene jetzt immerhin einen Fürsprecher in Haider. Einen sehr witzigen zumal. (Renate Graber/DER STANDARD-Printausgabe, 17.8.2009)

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