Hauptverband ortet versteckte Ärzteprovisionen

16. August 2009, 13:24
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HNO-Ärzte sollen illegale Provisionen kassieren

Die Stimmen, die versteckte Geschäfte von Ärzten mit Medizinprodukte-Herstellern orten, mehren sich. Das berichten die Ö1-Nachrichten. So kritisiert Josef Probst, stellvertrender Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, es gebe versteckte Provisionszahlungen an Ärzte im Hörgeräte-Bereich. Dies bestätigt auch Klaus Peter Janner, der Obmann des Verbands der Hörgeräte-Händler: Zahlungen an HNO-Ärzte hätten dafür gesorgt, dass kleine Händler weniger Geschäft machen. "Ich kenne Fälle, die von 150 auf fünf Verordnungen im Jahr zurückgefallen sind. Die Ursache war, dass vor allem die großen Ketten sich verschiedene Modelle einfallen haben lassen."

Dies laufe laut Händler-Vertreter Janner in etwa so ab: HNO-Ärzte füllen ein Formular aus, bestätigen die Qualität des jeweiligen Hörgeräts und kassieren dafür ein Honorar vom Hörgeräte-Händler. Seit langem versucht auch die Ärztekammer, diese Praktiken zu unterbinden. Kommende Woche will der Hauptverband mit der Ärztekammer und den Händlern eine Lösung finden. (red, derStandard.at, 16.8.2009)

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