Pauer in Speerwurf-Qualifikation ausgeschieden

16. August 2009, 12:12
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Steirerin konnte nicht an ihre Bestleistung herankommen

Berlin - Erwartungsgemäß verpasst hat am Sonntag Speerwerferin Elisabeth Pauer die Qualifikation für das Finale der Top Zwölf bei den 12. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin. Die 26-Jährige blieb allerdings mit 49,32 und 50,88 Metern weit unter dem von ihr gehaltenen ÖLV-Rekord von 59,01. Die Welttitelkämpfe haben für das rot-weiß-rote Miniteam enttäuschend begonnen, am Samstag schied Sprinter Ryan Moseley mit schwachen 10,58 Sekunden als 58. bereits im Vorlauf aus, Diskuswerfer Gerhard Mayer und Zehnkämpfer Roland Schwarzl haben ihre Einsätze ab Dienstag.

Moseley kämpfte mit einem Krampf in der rechten Wade, verkrampft war auch der Auftritt von Pauer, die auf eine gute Saison zurückblickt und im Super-Grand-Prix in London sogar Vierte geworden war. "An der Form ist es nicht gelegen, sie braucht halt noch ein paar Großereignisse. Sie hat verkrampft geworfen und braucht jetzt sicher jemanden, der sie wieder etwas aufbaut", meinte Trainer Gregor Högler, der mit Diskuswerfer Mayer noch einen Athleten im Einsatz hat, der aber realistische Finalchancen besitzt.

"Alle waren furchtbar"

Pauer verpatzte den ersten Wurf und sah der zu steilen Flugbahn des Speeres ungläubig nach, die weiteren zwei Versuche waren zwar gültig, aber nur für die persönliche Statistik wertvoll: "Ich habe keinen wirklich getroffen, alle waren furchtbar", gab Pauer zu. Dabei habe sie "super" eingeworfen, doch "die Nerven haben dann nicht mitgespielt." Die WM-Debütantin ist um eine Erfahrung reicher, hat sich das Ganze aber natürlich anders vorgestellt. "So war das nicht ganz geplant, ich weiß nicht, was da nicht funktioniert hat, aber mit dem muss ich leben."

Beeindruckt war die angehende Heeressportlerin von der Stimmung im für die Vormittags-Session ganz gut besuchten Olympiastadion. "Die Zuschauer sind klasse mitgegangen und haben super eingeklatscht. Die Atmosphäre war toll." Die ehemalige Siebenkämpferin steht erst am Anfang ihrer Karriere als Speerwerferin, sie hat sich spät spezialisiert und trainiert erst seit zweieinhalb Jahren mit Högler, unter dessen Führung sie es bereits auf ein ganz gutes Niveau gebracht hat. Laut Entry List unter den 31 Teilnehmerinnen war Pauer mit 59,01 m aber nur an 30. Stelle zu finden gewesen, der Aufstieg lag deshalb von vornherein außer Reichweite. (APA)

Speerwurf - Qualifikation (12 im Finale):

1. Abakumowa 68,92 - 2. Stahl 63,86 - 3. Ratej 63,42 - 4. Spotakova 63,27 - 5. Menendez 61,94 - 6. Nerius 61,73 - 7. Obergföll 60,74. Weiter: 30. unter 31 Teilnehmerinnen und damit ausgeschieden: Elisabeth Pauer (AUT) 50,88

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