Rapid und Sturm mussten nachsitzen

15. August 2009, 22:12
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Hütteldorfer siegten in Parndorf dank Drazan nach 120 Minuten 3:2, Grazer mussten nach zwei Gratz­ei-Fehlern zittern - Salzburg-Kantersieg in Steyr

Wien - Die beiden österreichischen Fußball-Europacup-Starter SK Rapid Wien und Sturm Graz sind am Samstag nur knapp einer Cup-Blamage entgangen. Rapid siegte auswärts gegen den Ostligisten Parndorf mit 3:2 nach Verlängerung, ebenfalls 120 Minuten benötigten die Grazer, um sich in St. Johann mit 4:2 gegen den Westligisten durchzusetzen. Keine großen Probleme hatten hingegen Titelverteidiger Austria (4:0 in Würmla), Meister Red Bull Salzburg (7:1 in Steyr), Austria Kärnten (4:2 beim Rennweger SV), der LASK (4:1 bei Post SV) und Ried (3:0 in Wels).

Drazan erlöste die Grün-weißen

Erst ein Freistoß von Drazan (120.) in der letzten Minute der Verlängerung sicherte den praktisch in Bestbesetzung angetretenen Hütteldorfern den 3:2-Sieg nach 120 Minuten. Dabei hatte Rapid nach einer halben Stunde und Toren von Jelavic (21.) und Maierhofer (30.) schon komfortabel geführt.

Die Grün-Weißen gaben das Spiel aber noch vor der Pause aus der Hand. Pistrol erzielte in der 39. Minute den Anschlusstreffer, Pittnauer (45.) war wenige Augenblicke vor dem Seitenwechsel zur Stelle und sorgte für den Ausgleich. Beide Teams hatten Chancen auf den Sieg. Als alles schon mit Elferschießen rechnete, traf der zur Pause für Kapitän Hofmann eingewechselte Drazan zum 3:2-Endstand.

Sturm nach Gratzei-Patzern fast draußen

Sturm fühlte sich in St. Johann nach dem frühen 1:0 durch Haas (8.) zu sicher, dann aber patzte Gratzei zwei Mal, Krimbacher (30.) und Lelic (56.) stellten für die Gastgeber auf 2:1 und die Grazer hatten Glück, dass Schildenfeld in der 94. Minute noch der Ausgleich gelang. In der Verlängerung hatten die "Blackies" dank Schildenfeld (110.) und Beichler (121.) den längeren Atem.

Die übrigen Bundesligisten erledigten ihre Aufgaben relativ souverän. Bei Volksfeststimmung vor 5.600 Zuschauern in Steyr gaben sich die Salzburger beim 7:1-Erfolg keine Blöße. Der von den Amateuren zur Kampfmannschaft hinaufgezogene Rakic sorgte mit einem lupenreinen Hattrick (6., 12., 14.) schnell für klare Verhältnisse und trug sich in der 47. Minute noch einmal in die Schützenliste ein. Die weiteren Tore erzielten Nelisse (47., 67.) und Sekagya (52.), der Ehrentreffer gelang Vogel in der 91. Minute aus einem indirekten Freistoß im Strafraum.

Austria und Salzburg ohen Probleme

Die Salzburger waren nur mit einer verstärkten B-Mannschaft eingelaufen, Janko und Tchoyi - beide waren im Länderspiel Österreich gegen Kamerun im Einsatz - hatten die Reise zum Club aus der Regionalliga Mitte erst gar nicht angetreten. Rekordcupsieger Austria Wien brauchte zwar bis zur 47. Minute, um die Torsperre des SV Würmla zu brechen, hatte dann aber wenig Mühe. Nachdem Acimovic per Foulelfmeter für die Führung gesorgt hatte, erhöhten Junuzovic (62.), Diabang (72.) und erneut Acimovic (88.) zum 4:0-Endstand.

Der LASK siegte beim Post SV in Wien 4:1 und ließ sich auch durch den zwischenzeitlichen Ausgleich von Ristic (24./Elfmeter) nicht aus der Ruhe bringen. Wallner (5., 72.), Mayrleb (47.) und Salmutter (87.) sorgten für einen letztlich klaren Erfolg. Das in der Bundesliga schwer gebeutelte Kärnten feierte beim Rennweger SV ein seltenes Erfolgserlebnis und siegte 4:2, Ried holte in Wels einen 3:0-Erfolg. (APA)

  • Nikica Jelavić mit einer akrobatischen Einlage in Parndorf.
    www.gepa-pictures.com

    Nikica Jelavić mit einer akrobatischen Einlage in Parndorf.

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