Medwedew sieht derzeit keine Chancen für bessere Beziehungen zu Kiew

14. August 2009, 23:35
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Russischer Präsident will auf neue ukrainische Regierung warten

Sotschi - Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat eine Normalisierung der Beziehungen zur Ukraine vorerst ausgeschlossen. Er sehe unter der pro-westlichen Führung von Präsident Viktor Juschtschenko dafür keine Perspektiven, sagte Medwedew am Freitag bei einer Pressekonferenz mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im russischen Schwarzmeer-Ort Sotschi.

"Ich hoffe, dass die neue ukrainische Regierung mehr Möglichkeiten haben wird, um unsere Beziehungen zu verbessern", fügte er hinzu. Juschtschenko hat bei den bevorstehenden Wahlen im Jänner Umfragen zufolge nur geringe Chancen auf eine Wiederwahl.

Medwedew hatte am Dienstag die Entsendung eines Botschafters nach Kiew erneut aufgeschoben und dies in einem Schreiben an seinen Kollegen Juschtschenko mit dem "gegenwärtigen anti-russischen Kurs der ukrainischen Führung" begründet. Kiew warf Moskau daraufhin eine "imperialistische Attitüde" vor. (APA)

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