Kirche verhandelt mit linksgerichteten FARC-Rebellen

14. August 2009, 21:19
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Guerilla-Chef Cano wolle Regierung Friedensvorschlag unterbreiten

Bogota - Die katholische Kirche in Kolumbien hat direkte Gespräche mit der Führung der Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) bestätigt. Man habe mit Alfonso Cano und einem weiteren FARC-Vertreter gesprochen, sagte Kardinal Dario Castrillon Hoyos dem kolumbianischen TV-Sender Caracol am Donnerstag laut Kathpress. Zuvor hatte der Kardinal sich mit dem konservativen kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe getroffen. FARC-Chef Cano habe angekündigt, der Regierung einen Vorschlag für einen dauerhaften Frieden unterbreiten zu wollen, so Castrillon.

Die Telefongespräche mit der FARC-Führung sind die ersten offiziellen Kontakte ranghoher Kirchenvertreter mit der linksgerichteten Guerillaorganisation seit mehr als zwei Jahren. Die FARC hatte zuletzt alle Kontakte mit der kolumbianischen Kirche abgebrochen und ihr eine zu große politische Nähe zu Uribe vorgeworfen.

Nach dem Tod des FARC-Gründers Manuel Marulanda im vergangenen Jahr hatten die kolumbianischen Bischöfe ihre Bereitschaft zu einem Neuanfang bekräftigt. Sie forderten die FARC zu einem Dialog auf, um Möglichkeiten zur Beendigung des jahrzehntelangen bewaffneten Konfliktes zu suchen. (APA)

 

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