Kurden-Partei DTP stellte Forderungen für Frieden vor

14. August 2009, 20:55
3 Postings

Mehr Sprachenrechte - Gleichstellung mit Türken in der Verfassung - Dezentralisierung

Istanbul - Einen Tag vor der erwarteten Vorstellung eines Plans des inhaftierten kurdischen Rebellenchefs Abdullah Öcalan zur Lösung der Kurden-Frage hat die türkische Kurden-Partei DTP ihre eigenen Vorstellungen dargelegt. Dazu gehört die Forderung nach Abschaffung bestehender Einschränkungen für den öffentlichen Gebrauch der kurdischen Sprache, wie der Vizechef der DTP-Fraktion im türkischen Parlament, Selahattin Demirtas, der Zeitung "Radikal" vom Freitag sagte.

Öcalan hatte in den vergangenen Wochen für den 15. August, den 25. Jahrestag des ersten bewaffneten Anschlags seiner verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), eine "Road Map" zur Lösung des Kurden-Konflikts angekündigt.

Für die DTP sagte Demirtas, der türkische Staat solle alle rechtlichen Hindernisse aus dem Weg räumen, die derzeit unter anderem die Einführung des Kurdischen als Wahlfach an Schulen verhindern. Auch Wahlkampf in kurdischer Sprache solle erlaubt werden. In der türkischen Verfassung solle die Gleichberechtigung von Türken und Kurden festgeschrieben werden. Zudem müssten die Lokalverwaltungen mehr Rechte erhalten.

Demirtas äußerte sich nach einem Gespräch der DTP-Führung mit Innenminister Besir Atalay, der die Arbeit an einem Kurden-Plan der Regierung koordiniert. Nach Medienberichten strebt auch die Regierung in Ankara weitere Reformen zur Stärkung der Sprachfreiheit für die Kurden an. Forderungen nach einer administrativen Autonomie des Kurdengebietes werden aber abgelehnt. (APA/sda)

Share if you care.