Chef der Atombehörde wegen Korruptionsverdacht entlassen

14. August 2009, 16:38
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Französische Areva weist Bestechungsvorwürfe zurück

Peking - Wegen des Verdachts auf Korruption und Verschwendung öffentlicher Gelder ist der Chef der chinesischen Atombehörde (CNNC) entlassen worden. Aufgrund von möglichen "schweren Disziplinverstößen" sei Kang Rixin seiner Posten als Parteisekretär und CNNC-Direktor enthoben worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag.

Zuvor hatten chinesische Medien berichtet, dass gegen Kang Ermittlungen liefen, weil er Bestechungsgelder von dem französischen Atomkonzern Areva angenommen haben soll. Das Unternehmen hatte im Jahr 2007 einen acht Milliarden Euro schweren Auftrag für den Bau zweier Atomkraftwerke in Südchina erhalten. Areva wies die Vorwürfe am Freitag zurück.

Darüber hinaus soll Kang mit öffentlichen Geldern spekuliert haben, die für den Bau von drei Atomkraftwerken vorgesehen waren, meldete Xinhua weiter. Dabei habe er im vergangenen Jahr große Verluste eingefahren. Der chinesische Präsident Hu Jintao hatte in der Vergangenheit wiederholt davor gewarnt, dass die Korruption in dem Land die Legitimation der Kommunistischen Partei untergraben könne. Die Gerichte verhängen deswegen immer wieder drastische Strafen. (APA)

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    Kang Rixin bei einem Kongress in Rom im Jahr 2007

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