Russland prüft nach Pannen Alternativen zu Atomrakete

14. August 2009, 16:05
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"Bulawa"-Programm könnte bei weiteren Fehlschlägen eingestellt werden.

Moskau - Nach anhaltenden Problemen bei der Entwicklung einer seegestützten Atomrakete erwägt Russland einem Bericht zufolge nun, eine ältere Waffen einzusetzen. Wie die Nachrichtenagentur Interfax am Freitag unter Berufung auf Industriekreise meldete, könnte das "Bulawa"-Programm bei weiteren Fehlschlägen eingestellt werden. Bisher sind sechs der elf Starttests gescheitert. Stattdessen könnten die russischen U-Boote umgebaut werden, um die bereits einsatztaugliche "Sinewa"-Interkontinentalrakete zu fassen. "Dieses Vorgehen wäre teuer, aber es gibt einfach kein weiteren akzeptablen Optionen für so ein Szenario", zitierte Interfax aus den Kreisen.

Die "Bulawa" sollte bis zu zehn Gefechtsköpfe tragen und eine Reichweite von 8.000 Kilometer haben. Die "Sinewa" hat bereits Ziele in einer Entfernung von etwa 11.500 Kilometer getroffen und soll bis 2030 im Einsatz bleiben. Sie wurde 2007 in Dienst gestellt. Der Krieg gegen Georgien vor einem Jahr hat Experten zufolge Mängel bei den russischen Streitkräften offenbart, die die Regierung in Moskau mit einem umfangreichen Modernisierungsprogramm beseitigen will. (APA/Reuters)

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