Medwedew sieht in Mordserie im Kaukasus "politische" Taten

14. August 2009, 15:58
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Präsident: Morde sollen Region destabilisieren

Sotschi - Die jüngsten Morde an Menschenrechtsaktivisten in der russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien sind nach Ansicht von Russlands Präsident Dmitri Medwedew "politische" Taten. Ziel der Morde sei es, die gesamte Kaukasusregion zu destabilisieren, sagte Medwedew am Freitag in Sotschi bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das gelte für die Morde an Menschenrechtsaktivisten in Tschetschenien ebenso wie für den Mordversuch an dem Präsidenten in der benachbarten russischen Republik Inguschetien im Juni. Die bewaffneten Gruppen im Kaukasus erhielten Hilfe aus dem Ausland, sagte Medwedew.

Die Lage in den russischen Kaukasusrepubliken ist äußerst unstabil. Jüngst wurden innerhalb eines Monats drei Bürgerrechtler in Tschetschenien entführt und später ermordet aufgefunden. Inguschetiens Präsident Junus-Bek Jewkurow war am 22. Juni bei einem Anschlag schwer verletzt worden, drei seiner Leibwächter kamen ums Leben. Am Mittwoch war Inguschetiens Bauminister Ruslan Amerchanow in seinem Büro erschossen worden. In den russischen Kaukasus-Republiken kämpfen islamistische Aufständische gegen die Kreml-treuen Behörden und Sicherheitskräfte. (APA)

 

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