Karzai müsste sich Stichwahl stellen

14. August 2009, 14:19
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EU-Kommission entsendet 111-köpfige Beobachtermission

Kabul/Islamabad/Brüssel - Gewalt und Einschüchterung haben nach Angaben der Vereinten Nationen die Vorbereitungen für die Präsidentenwahl in großen Teilen Afghanistans erheblich gestört. Die Zustände könnten viele Afghanen davon abhalten, am kommenden Donnerstag tatsächlich ihre Stimme abzugeben. Statt der knapp 7000 geplanten Abstimmungszentren sei davon auszugehen, dass nur 6200 geöffnet sein würden, teilte die afghanische Wahlkommission am Donnerstag in Kabul mit. Die Wahl wird sich laut dem Ergebnis einer US-finanzierten Umfrage erst in einer zweiten Runde entscheiden. Der amtierende Präsident Hamid Karzai liegt zwar mit 44 Prozent der Wählerabsichten in Führung. Doch damit würde er die erforderliche absolute Stimmenmehrheit am 20. August verfehlen.

Die EU-Kommission hofft auf eine starke Wahlbeteiligung und ruft vor allem die Frauen zur Teilnahme auf. Kommissionssprecher John Clancy erklärte am Freitag in Brüssel, es werde eine 111-köpfige Wahlbeobachterkommission in Afghanistan tätig sein. Dabei werde es nicht nur in der Hauptstadt Kabul zum Einsatz der 67 Langzeitbeobachter und 44 Kurzzeitbeobachter kommen, sondern je nach Sicherheitslage und Möglichkeit im ganzen Land. (APA/Reuters/AFP)

 

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