Flex-Chef kritisiert Überwachungskameras für Donaukanal

14. August 2009 12:55
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    Foto: dpa/dedert

    Im Bereich des sogenannten Treppelweges werden in den kommenden Wochen am Donaukanal drei Überwachungskameras installiert.

Drei Kameras sollen im Bereich des Treppelweges kommen

Wien - Auch ein Teil des Wiener Donaukanals wird demnächst per Kamera überwacht: Im Bereich des sogenannten Treppelweges werden in den kommenden Wochen drei Überwachungskameras installiert, bestätigte der Leiter der Sicherheits- und Verkehrspolizeilichen Abteilung, Peter Goldgruber, einen Bericht der Tageszeitung "Heute" am Freitag. In dem Bereich sei es immer wieder u. a. zu Drogenhandel und Auseinandersetzungen gekommen, mit den Kameras soll sich die Situation nun beruhigen - eine Maßnahme, die beim Betreiber des naheliegenden Lokals "Flex" auf Unverständnis stößt.

"Der rechtliche Bereich ist bereits geklärt, die Kameras sind zulässig. Jetzt ist noch der technische Bereich ausständig", erklärte Goldgruber. Deshalb könne man noch keinen genauen Zeitpunkt nennen, man werde aber wie üblich über die Errichtung informieren. Überwacht werde natürlich nur "die Oberfläche" im öffentlichen Bereich und nicht z. B. U-Bahn-Stationen. Auch betonte der Abteilungsleiter, dass das Flex nicht beobachtet werde: "Der Betreiber ist selbst sehr bemüht, für Ruhe zu sorgen."

"Eine bisschen eine Themenverfehlung"

Flex-Geschäftsführer Thomas Eller hält allerdings nichts von der Aufstellung von Kameras im Bereich des Treppelweges. "Das finde ich ein bisschen eine Themenverfehlung", konstatierte er im: "Es sind nach wie vor viele Dealer unterwegs - aber auf der Augartenbrücke." Im Areal um das Flex habe man spätestens dank eigener Security keinerlei Probleme, weshalb er gegen die Überwachung sei: "Am Treppelweg lehne ich sie auf jeden Fall ab." Es stelle sich die Frage, ob hier nicht ein Vorwand gesucht werde, um die Flex-Gäste zu überwachen, anstatt das eigentliche Problem anzugehen.

Sicherheitschef Goldgruber unterstrich zugleich, dass man aus Erfahrung über die Wirkung von Überwachungskameras Bescheid wisse: "Momentan haben wir 20 Kameras im Bereich des Karlsplatzes und drei am Schwedenplatz", so der Experte. Um wie viel Prozent die Straftaten in den überwachten Bereichen seit der Installation der Kameras im Jahr 2006 tatsächlich zurückgegangen sind, sei aus der Statistik nicht direkt ableitbar: "Ich kann nur sagen, die Tendenz von Delikten geht seither gegen Null. Die Kameras wirken sehr gut", sagte Goldgruber. Nur am Karlsplatz würden die Überwachungen hin und wieder noch Drogenhandelsfälle überwiegend mit Substitutionsmittel zeigen. Die Betroffenen seien meist derart beeinträchtigt, dass offenbar selbst eine Kamera sie nicht davon abhalte. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 77
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. Kramar
 
05.02.2010 12:07

Flex - das war doch mal eine Location, wo der Big Brother Award vergeben wurd', oder nicht?!

hildewilde
13.10.2009 13:16
Ich habe ja nichts zu verbergen

http://www.spiegel.de/netzwelt/... 97,00.html

resthirnverstärker
20.08.2009 20:15
->die ubahnstationen werden nicht überwacht<-

geh, woher denn....

itzibitzistriezi
17.08.2009 09:47
omg

ich könnte kotzen bei soviel "sicherheit"


wer andauern nach sicherheit schreit verdient keine freiheit...

black jack
05.02.2010 09:30

Die Freiheit des Einen hört aber bei der Freiheit des Anderen auf. Schwieriges Dilemma, wenn der Eine mehr "Sicherheit" will als der Andere.

Gilgamesh
21.08.2009 14:27

Stimmt, weil er im Dreck, also oberhalb des Abgangs, denn unter kehrt man den Dreck ja in den Donaukanal, den die Kunden machen erstickt...
Das mit dem Müll in den Donaukanal ist keine Übertreibung, ich habe es mehrfach zugesehen, als man dies tat...

Sind sie schon einmal um 07:00 über die Augartenbrücke gegengen?
Haben sie schon mal all den Dreck und die besoffenen gesehen in der Früh??

Nein?
Dann sollten sie ihre "Entrüstung" einmal überdenken... ;)

16.08.2009 18:03
Kameras vom Flex montiert...

Wirklich verwunderlich wie scheinheilig der Herr Eller jetzt bezüglich der Kameras tut. Ein Zitat aus dem Falter Artikel auf http://www.falter.at/web/print... php?id=481 : "Weil ihm die Polizei viel zu wenig dagegen unternahm, ergriff Eller letztes Jahr eine drastische Maßnahme: Er ließ ein paar Kameras in seinem Lokal anbringen und übergab die Filme, auf denen Gäste Geld gegen Päckchen tauschten, der Polizei."

karl mayer3
16.08.2009 20:04
themenverfehlung

leider ist auch das eine themenverfehlung, wie im
artikel nach sinnerfassten lesen deutlich erkennbar ist,
wehrt sich das flex nicht gegen kameras, vielmehr
treten wir für einen sinnvollen standpunkt ein, tom eller

istjainteressant
16.08.2009 11:58
so läuft das in wien

lieber geht man bagatelldelikten (wie ruhestörungen oder parkraumvergehen) nach, baut personal ab, und stellt an den plätzen, wo wirklich kriminelle handlungen passieren dann kameras auf. ist ja auch viel einfacher so.

und ja, den eindruck, dass am karlsplatz nicht mehr gedealt wird habe ich auch jedesmal, wenn ich beim durchgehen von mindestens zwei leuten von der seite angeflüstert werde "heee, brauchst wos?"

Dante Alighieri
11.01.2010 21:27

Drogendealer gefährden allerdings niemanden und schaden niemanden. Warum also die Aufregung? Man sagt einfach "Nein" oder gar nichts und geht weiter -- fertig. Schon erstaunlich wie wenig Problemlösungskompetenz die Leut in letzter Zeit haben -- ständig der Schrei nach der Obrigkeit... ^^

mr. kawumman
16.08.2009 11:13
Lachhaft

Bitte nur keine Drogen beim Flex verkaufen, die nehmen die Leute eh selbst mit. Danke!

Der Herr Eller wohnt wohl auf einem Nudelsuppenhausboot am Donaukanal oder glaubt das es andere Leute tun...

Weh Ess Deh
16.08.2009 09:45
Danke für den Tip mit der Augartenbrücke. ;)

hamstertier
16.08.2009 11:57
an weh ess deh

iwieso, wollen's minderwertiges klumpert konsumieren?

Geraldines_Tante
16.08.2009 09:32
es gibt keine Drogen

rund ums Flex

*LOL*

The Dark
15.08.2009 21:23
Sagen wir so

In Krems wären höchstwahrscheinlich viele froh gewesen, wenn alles von Überwachungskameras gefilmt worden wäre.

Verstehe deshalb noch weniger als früher, warum alle immer so gg. diese Kameras sind.

Tompkins, Mr. Tompkins
 
16.08.2009 12:28
Geh bitte, ...

... spätestens wenn sich auf den Videoaufnahmen heraus stellt, daß ein Polizist schlecht da steht, geht die Aufnahme verloren oder die Anlage war zur fraglichen Zeit defekt. Habe Sie den Fall des Sportlehrers der International School vergessen? Ein anderes gutes Beispiel ist die Einstellung von Verfahren gegen Politikern durch die Staatsanwaltschaft? Wir reden hier von Österreich!

The Dark
16.08.2009 17:19
deswegen

finde ich ja "private" Kameras wie Google street view diesbezüglich besser als "staatliche" Kameras.

Tompkins, Mr. Tompkins
 
17.08.2009 11:09
Die sind aber nicht live ...

... das wissen Sie schon. oder?

istjainteressant
16.08.2009 12:06

eines der probleme ist, dass man sich zu sehr auf die kameras verlässt.

anstatt wirklich kriminalität mit personal vor ort zu bekämpfen, ermittlungs- und präventionsarbeit zu leisten, werden einfach überall nur mehr kameras hingestellt und passt schon.

diese naivität und der uneingeschränkte technikglaube an den höchsten stellen ist eines der ganz großen übel an der sache.

miguelito
15.08.2009 19:53

aber wenn die kameras so aufgestellt sind, dann hat keiner was zu befürchten...

http://tinyurl.com/n5c68n

;-)

Seth Erh
15.08.2009 19:45

Das Flex ist einfach nicht mehr was es einmal war,...
..., bevor es an den Donaukanal verlegt wurde.

Affe&Affe
16.08.2009 10:05
Zum Glück, denn das Ur-Flex in der Arndtstr. war jenseits von Gut und Böse.

ich wollte gerade dasselbe schreiben...
15.08.2009 18:31
"Treppelweg"? - am Donaukanal???

Beiddenker
15.08.2009 22:59
Ja, auch am Donaukanal wurden einmal Schiffe mit Pferden gezogen ...

... wie bei vielen anderen Flüssen auch.

Nachtsonne
16.08.2009 10:11

neben pferde wurden auch ochsen und als zweckmäßigste und billigste zugtiere vor allem männschen, sträflinge eingesetzt.

heutzutagen werden traktoren oder lokomotiven einschlägig verwendet.

derzeit ist das donaukanal kaimässig ausgebaut, zwecks hafen.
unten die schiffe laden, oben die ziehvieher arbeiten lassen.

auf donauinsel waren "treppelweg" schilder zu sehen, aber zwischen weg und wasser befanden sich teilweise bäume.

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