Australiens Vögel werden kleiner

14. August 2009 11:47

Biologin: Ihre Körper passen sich an veränderte Umweltbedingungen an

Melbourne - Vögel in Australien haben einer Studie zufolge im Lauf des vergangenen Jahrhunderts an Größe verloren. Ein Vergleich von acht Vogelarten habe gezeigt, dass die heutigen Tiere bis zu vier Prozent kleiner als ihre Vorfahren seien, sagte Janet Gardner von der Australischen Nationaluniversität (ANU) in Canberra. Dieser Unterschied sei statistisch bedeutsam. Wie andere Tiere erreichten Vögel in einem wärmeren Klima eine geringere Größe, da kleinere Körper schneller abkühlten, fügte die Biologin hinzu. Daher seien Exemplare derselben Tierart in Polnähe größer als ihre Artgenossen nahe des Äquators.

Die in dieser Woche in der Zeitschrift "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlichte Studie zeige, dass sich die Vögel offenbar durch kleinere Körper an veränderte Umweltbedingungen, vielleicht die Erderwärmung, anpassten, sagte Gardner. Die Forscher verglichen für ihre Studie heutige Vogelkörper mit ausgestopften Tieren aus Museumssammlungen. (APA/red)

Klaus Ermecke
 
15.08.2009 10:43
"verglichen ... heutige Vogelkörper mit ausgestopften Tieren aus Museumssammlungen"

Klar, und die Präparatoren von einst haben natürlich bei der Auswahl der zu präparierenden Tiere streng auf eine repräsentative Größenverteilung geachtet!

Ein Zweig meiner Familie betrieb früher die Jagd, und wenn man sich alle paar Jahre mal entschied, ein Tier ausstopfen zu lassen (was ja viel Geld kostet), dann eines, das dem Jäger "prächtig" erschien. Zwergwüchsige oder kranke (und dadurch im Wachstum zurückgebliebene) Exemplare haben da wenig Chancen, auf dem Präpariertisch zu landen. Einen Größenunterschied von 4% zwischen lebender und ausgestopfter Population ist durch solche subjektiven Faktoren sicherlich denkbar. Da liegt der Verdacht nahe, daß einem im Kontext "Erderwärmung" mal wieder ein Artefakt präsentiert wird.

Surge
 
16.08.2009 14:03
Wieder ein grünes Stricherl!

Seltsam, aber hin und wieder geben Sie sogar brauchbare Kommentare ab, Herr Ermecke! Ich gratuliere!

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