Buffett hat sich verschätzt

14. August 2009, 09:47
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Der Investmentguru Warren Buffett räumt ein, die Folgen der Finanzkrise für sein Derivate-Geschäft unterschätzt zu haben

New York - Der Investmentguru Warren Buffett hat die Folgen der Finanzkrise für sein Derivate-Geschäft unterschätzt. In einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an die US-Börsenaufsicht SEC räumt Buffetts Investmentfirma Berkshire Hathaway ein, den Wertverlust der an die Entwicklung der Aktienmärkte gekoppelten Anlagen falsch prognostiziert zu haben.

Die Einbrüche der Börsenindizes im vergangenen Jahr in den USA, Europa und Japan um 30 bis 45 Prozent hätten die Volatilitätsprognosen des Unternehmens bei weitem übertroffen, heißt es in dem Schreiben, das am 26. Juni an die Börsenaufsicht ging. Angesichts der langen Laufzeiten der Wetten auf die Indizes bis 2018 und 2028 seien die Vorhersagen aber nachvollziehbar.

Berkshire Hathaway hat bis zum Frühjahr sechs Quartale in Folge fallende Gewinne verbucht. Im zweiten Quartal fing sich die Firma. Der Nettogewinn stieg um 14 Prozent auf 3,3 Mrd. Dollar (2,31 Mrd. Euro). Buffet ist der zweitreichste Mensch der Welt. Die Holding des Großinvestors kontrolliert rund 80 Tochterfirmen. Dazu gehören neben Versicherern auch Versorger, Restaurantketten, Textilfirmen und Großhandelskonzerne.(APA)

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