Nach Ölpest: Schiffsinhaber zahlt 10 Millionen Dollar

14. August 2009, 09:38
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Der Betreiber erklärte sich schuldig, nachlässig gehandelt und die Ermittlungen behindert zu haben

San Francisco - Fast zwei Jahre nach dem Tankerunfall in der Bucht von San Francisco hat sich der Betreiber des Schiffes schuldig bekannt und zur Zahlung von zehn Millionen Dollar (7,00 Mio. Euro) bereiterklärt. Das Abkommen mit der Staatsanwaltschaft muss noch vom Gericht gebilligt werden. Aus dem leckgeschlagenen Schiff liefen im November 2007 rund 200.000 Liter Öl aus, tausende Seevögel und andere Tiere kamen ums Leben.

Das in Hongkong ansässige Unternehmen Fleet Management Ltd. räumte am Donnerstag ein, aus Nachlässigkeit für die Ölpest verantwortlich zu sein und die Ermittlungen behindert zu haben. Der Tanker "Cosco Busan" hatte bei der Ausfahrt aus der Bucht von San Francisco in dichtem Nebel einen Pfeiler der Bay Bridge gerammt.

Gerichtsunterlagen zufolge war die Besatzung schlecht ausgebildet, und der Kapitän hatte die Fahrt trotz des schlechten Wetters nicht verhindert. Er räumte später ein, ihm hätten persönliche Konsequenzen gedroht, wenn er die Ausfahrt verzögert hätte. Außerdem legte die Besatzung den Behörden gefälschte Unterlagen über ihre Navigation vor. Das Gericht will am 11. Dezember entscheiden, ob zehn Millionen Dollar als Strafe ausreichen. (APA)

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