Bammer schlägt Serena Williams

13. August 2009, 23:33
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Österreicherin steht im Viertel­fi­na­le von Cincinnati, US-Amerikanerin sucht die Fehler bei sich selbst: "Hätte gegen jede verloren"

Cincinnati - Die Oberösterreicherin Sybille Bammer ist gegen Tennis-Ass Serena Williams weiter unbesiegt. Die 29-Jährige gewann am Donnerstag beim WTA-Turnier in Cincinnati auch das zweite Duell mit der US-Amerikanerin, und das mit 7:5,6:4 zudem ohne Satzverlust. Den ersten Sieg über die heurige Triumphatorin bei den Australian Open und in Wimbledon hatte Bammer im Jänner 2007 in Hobart in drei Durchgängen gefeiert. Im Cincinnati-Viertelfinale trifft sie nun auf die Serbin Jelena Jankovic.

Für die Williams-Geschwister und ihre Landsleute auf den Rängen war es ein schlechter  Donnerstag, hatte doch zuvor die nun schon seit 14 Spielen en suite unbesiegte Italienerin Flavia Pennetta gegen Serena-Schwester Venus gewonnen. Bammer benötigte für ihren Erfolg 95 Minuten, breakte ihre Gegnerin insgesamt drei Mal. Bammers Service war freilich optimierbar, sie beging sieben Doppelfehler.

Die Taktik gegen die jüngere des Williams-Duos passte allerdings. "Ich habe nur versucht, in die Rallies zu kommen und sie spielen zu lassen. Das hat funktioniert", erklärte Österreichs Nummer eins. "Ich war vor dem Match schon sehr nervös."

Die Ottensheimerin hatte im Verlauf des ersten Satzes vier Breakbälle ungenutzt lassen, ehe sie ihren fünften zur 6:5-Führung nutzte. Danach servierte die Weltranglisten-29. zum 7:5 aus. Im zweiten Durchgang stürmte Bammer auf 5:2 davon, Williams bäumte sich aber noch einmal auf und verkürzte auf 4:5. Ihre zweite Chance bei eigenem Aufschlag zum Siegpunkt ließ die zweifache Siegerin von WTA-Turnieren freilich nicht mehr aus.

Serena Williams schrieb die Niederlage weniger Bammers Spiel als vielmehr ihren Schwächen zu. "Ich hätte heute gegen jeden verloren", sagte die an einer Halsentzündung leidende 27-Jährige. "Ich war definitiv nicht so fit wie normal und habe niemals in meinem Leben schlechter gespielt. Ich habe so viele unerzwungene Fehler gemacht."

Gegen Jankovic sieht Bammers Head-to-Head bei weitem nicht so gut wie gegen Serena Williams aus. Von acht Partien gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste gewann die Österreicherin nur eine, 2006 in Indian Wells auf Hartplatz. Von den sieben Niederlagen passierten sechs auf Hartplatz, eine auf Sand. Zuletzt trafen die beiden bei den vorjährigen US Open in New York im Viertelfinale aufeinander, Jankovic siegte 6:1,6:4.

Jankovic kam mit Zweisatz-Siegen gegen die Russin Maria Kirilenko und die Weißrussin Wiktoria Asarenka unter die letzten Acht. Das Match gegen Bammer ist am Freitag (Ortszeit) als letztes Single für nicht vor 19.00 Uhr (Samstag, 1.00 Uhr MESZ) angesetzt. Davor spielten die Dänin Caroline Wozniacki gegen die Russin Jelena Dementjewa, deren topgesetzte Landsfrau Dinara Safina gegen die Belgierin Kim Clijsters sowie Flavia Pennetta gegen die Slowakin Daniela Hantuchova.

Clijsters kam bei ihrem Comeback-Turnier nach einer Babypause mit einem Dreisatzsieg gegen die russische Weltranglisten-Sechste Swetlana Kusnezowa weiter. "Im physischen Bereich habe ich zuletzt stärker denn je zuvor trainiert", erklärte die 26-Jährige. "Ich fühle mich auch gar nicht müde." Gegen die 23-jährige Weltranglisten-Leaderin Safina liegt Clijsters mit 6:1 an Siegen voran, Safinas Sieg datiert vom bisher letzten Duell 2006 in Rom. (APA/Reuters)

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    Verlieren ist nicht ihr Ding: Serena Williams.

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    Kim Clijsters, nach Babypause, wie in ihren besten Zeiten.

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