"Ribery legt sich mit dem FC Bayern an"

13. August 2009, 21:42
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Neue Spekulationen in Spanien - Madrider Presse sieht im Kurz­einsatz des Franzosen gegen Färöer einen Affront

Madrid - Die Spekulationen über einen möglichen Abschied des Franzosen Franck Ribery vom FC Bayern München haben in Spanien neuen Nahrung erhalten. Die Madrider Sportpresse sieht in dem Kurzeinsatz des Fußballers am Mittwoch im WM-Qualifikationsspiel der Österreich-Gruppe zwischen Färöer und Frankreich (0:1) einen Affront gegen die Münchner. "Vom FC Bayern ist Ribery als verletzt gemeldet, aber für Frankreich spielt er", schrieb das Sportblatt "Marca" am Donnerstag.

Die Konkurrenzzeitung "As" wurde noch deutlicher: "Ribery legt sich mit dem FC Bayern an. Der Franzose weiß genau, wie er seinen Club ärgern kann. Auf diese Weise verschärft er die Spannungen, um einen Wechsel zu Real Madrid zu erzwingen."

Nach Ansicht der Madrider Medien ist im "Fall Ribery" das letzte Wort noch nicht gesprochen. "Hinter den Kulissen tut sich einiges", meinte der Kolumnist Pedro P. San Martín. "Ich habe immer mehr den Verdacht, dass die Aussage des Real-Generaldirektors Jorge Valdano, das Kapitel der Neuverpflichtungen sei für die Madrilenen abgeschlossen, in Wirklichkeit eine falsche Fährte war."

Laut "Marca" will Real verhindern, dass im Gerangel um Ribery der Chelsea FC oder Inter Mailand den "Königlichen" zuvorkommen könnten. Die Engländer und Italiener hätten ein deutliches Interesse an dem Bayern-Star signalisiert, schrieb das Blatt. "Dass der angeblich angeschlagene Ribery, der für die Bayern in dieser Saison noch keine Minute gespielt hat, nun in der Nationalelf zum Einsatz kam, dürfte bei den Münchnern ein neues Donnerwetter auslösen."

Wenn der FC Bayern Verhandlungsbereitschaft zeige, werde Real ein neues Angebot für Ribery vorlegen. Die Frist für Transfers läuft noch bis zum 31. August. Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte jedoch zuletzt erklärt, dass man "kein Problem" mit einem Kurzeinsatz Riberys hätte, "weil wir auf der anderen Seite auch hoffen, dass Franck dann einen großen Schub psychologisch mitbringt".

Zugleich hatte Hoeneß einem Wechsel des Franzosen nach Madrid erneut eine kategorische Absage erteilt. "Ich kann es jetzt zum 98. Mal sagen: Ribery wird beim FC Bayern bleiben", hatte Münchens Manager vor einigen Tagen erklärt. (APA/dpa)

 

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    Franck Ribery, voller Tatendrang gegen die Färöer.

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