Tote bei Kämpfen in Tschetschenien und Dagestan

14. August 2009, 16:04
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Wieder Anschläge und Entführungen im Nordkaukasus

Moskau - In der russischen Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus sind bei Feuergefechten zwischen Sicherheitskräften und islamistischen Rebellen mindestens sechs Menschen getötet worden. Sondereinheiten des Innenministeriums wollten gegen die in einem Gebäude verschanzten Untergrundkämpfer vorgehen, als beide Seite aufeinander schossen. Das teilten die Behörden in der Konfliktregion am Freitag nach Angaben der Moskauer Agentur Interfax mit. Bei dem Einsatz am Donnerstagabend starben vier Milizionäre und zwei Aufständische.

In der benachbarten Teilrepublik Dagestan wurden am Donnerstagabend mindestens 14 Menschen getötet, darunter vier Polizisten, drei mutmaßliche Untergrundkämpfer sowie sieben junge Frauen. Bei Anschlägen und Entführungen kamen zuletzt auch mehrfach hochrangige Regierungsbeamte sowie Menschenrechtsverfechter ums Leben. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew unterdessen aufgefordert, sich intensiv für die Verfolgung der Verantwortlichen einzusetzen. Sie wisse, dass Medwedew Menschenrechtsfragen ernst nehme, sagte Merkel am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung des Deutschlandradios Kultur in Berlin. Es müssten aber auch Taten folgen. Dazu gehöre eine ernsthafte Strafverfolgung. Die jüngsten Morde an Mitarbeitern von Hilfsorganisationen in Tschetschenien seien inakzeptabel. Merkel will das Thema Menschenrechte am Freitag bei ihrem Treffen mit Medwedew in Sotschi am Schwarzen Meer zur Sprache bringen. (APA/dpa)

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