Drei bekannte Taliban-Gegner bei Anschlägen getötet

13. August 2009, 20:06
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14 Taliban starben bei Luftangriffen

Peshawar - In Pakistan sind am Donnerstag drei prominente Taliban-Gegner getötet worden. In Südwaziristan im Nordwesten des Landes kam ein bekannter Stammesältester bei einem Selbstmordanschlag auf sein Fahrzeug ums Leben, wie ein örtlicher Vertreter der Sicherheitskräfte mitteilte. Der Mann hatte in der an der Grenze zu Afghanistan gelegenen Region als wichtiger Vermittler gegolten, der sich gegen den Einfluss der Taliban stemmte. Es war bereits der dritte Angriff auf den Stammesältesten. Bei dem Anschlag starben auch einer seiner Verwandten und zwei unbeteiligte Passanten.

Unterdessen wurden in dem ebenfalls an Afghanistan grenzenden Stammesgebiet Bajaur die Leichen zweier Milizenführer gefunden, die im Kampf gegen die Taliban auf der Seite der pakistanischen Regierung gestanden waren. "Wir glauben, dass Taliban in den Vorfall verwickelt sind, da die Männer keine anderen Feinde hatten", sagte ein Vertreter der örtlichen Regierungsbehörden der Nachrichtenagentur AFP. Die Stammesgebiete im Nordwesten Pakistans gelten als Rückzugsgebiet radikalislamischer Talibankämpfer aus dem benachbarten Afghanistan.

Bei Luftangriffen des pakistanischen Militärs sind in den Stammesgebieten im Nordwesten des Landes 14 Kämpfer der radikal-islamischen Taliban getötet worden. Wie am Donnerstag aus Sicherheitskreisen verlautete, wurden "Dutzende" weitere Menschen verletzt, als Kampfhubschrauber Stellungen der Aufständischen in Kurram und Orakzai beschossen. Ein Teil der angegriffenen Gebäude sei von Anhängern des getöteten Taliban-Chefs Baitullah Mehsud genutzt worden, hieß es. Mehsud war nach Angaben der Taliban vor einer Woche bei einem US-Luftangriff in Süd-Waziristan ums Leben gekommen. Die Grenzregion zu Afghanistan gilt als Hochburg der Extremisten. (APA/dpa)

 

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