Österreicher: Vor 40 Jahren war die Welt besser

13. August 2009, 19:22
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Klagen über Zunahme der Kriminalität, höhere Anforderungen im Beruf, Zweifel an Altersversorgung vorherrschend

Linz - Vor 40 Jahren war die Welt besser. Denn seither habe unter anderem die Kriminalität zugenommen, die Anforderungen im Beruf seien gestiegen und um die Altersversorgung müsse man sich mehr Sorgen machen. Das ergab eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Die Meinungsforscher legten den von Mitte Juli bis Anfang August repräsentativ für die Gesamtbevölkerung befragten 1.131 Personen eine Liste von 27 positiven und negativen Entwicklungen vor, von denen sie jene auswählen sollten, die ihrer Ansicht nach für den Zeitraum der vergangenen 40 Jahre zutreffen. Am häufigsten beklagt - von 70 Prozent - wurde dabei eine Zunahme der Kriminalität. Jeweils 59 Prozent stellten fest, man müsse heute im Beruf mehr leisten als früher und sich mehr Sorgen um seine Alterssicherung machen. 58 Prozent erklärten, die Menschen würden viel öfter den Partner wechseln und wollten sich weniger binden. Fast ebenso viele glauben aber auch, dass die technischen Entwicklungen das Leben leichter gemacht haben.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist auch überzeugt, dass die Zuwanderung immer mehr die österreichische Lebensweise verdrängt sowie dass es einen Werteverlust und eine Abkehr von Religion und Glauben gebe. Jeweils unter 30 Prozent sprechen von einem Anstieg der sozialen Sicherheit und von mehr sozialer Gerechtigkeit. Gar nur elf Prozent glauben an eine Zunahme der Hilfsbereitschaft.

Für die Meinungsforscher nehmen alles in allem die Hinweise auf nachteilige Entwicklungen eine beherrschende Stellung ein, wenngleich immerhin rund jeder Dritte der Befragten von gestiegenem Wohlstand für alle, einer Zunahme an Freizeit, einer verminderten Furcht vor Krankheiten und der Aufwertung von Freiheitsrechten berichtete. (APA)

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