Fries soll 30 Prozent der AMAG erhalten

13. August 2009, 18:45
posten

Für Verzicht auf Put-Option - Generalvergleich steht unmittelbar bevor

Wien - Im Zuge eines bevorstehenden Generalvergleichs zwischen der Immofinanz-/Immoeast-Gruppe, der durch heimische Großbanken aufgefangenen Constantia Privatbank und der Constantia B.V., der Gesellschaft der Turnauer-Erbin Christine de Castelbajac, soll der ebenfalls darin involvierte Badener Investor Rudolf Fries 30 Prozent an der AMAG erhalten. Dies berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (ÖON) in ihrer morgen, Freitag, erscheinenden Ausgabe.

"Fries ist mit AMAG-Anteilen zufrieden, die Immoeast erhält 164 Millionen Euro cash und den Rest in Sachwerten, darunter eigene Aktien", skizzierte ein Verhandler laut dem Zeitungsbericht eine unmittelbar bevorstehende Einigung im Tauziehen um die diversen Schadenersatzforderungen.

Fries hat eine Put-Option gegenüber der Constantia B.V. der Turnauer-Erbin Christine Castelbajac, wonach ihm diese 56 Millionen Immofinanz-Aktien um 7,5 Euro abkaufen muss, deren Kurs derzeit bei rund zwei Euro liegt. Für den Verzicht auf diese Option soll Fries nun mit AMAG-Anteilen abgefunden werden. Fries lies über seinen Sprecher ausrichten, man stehe knapp vor dem Abschluss eines Vergleichs.

Die AMAG gehört mehrheitlich der börsenotierten Constantia Packaging AG, diese wiederum zu über 90 Prozent der Constantia BV. Packaging-Vorstandssprecher Hanno Bästlein sagte am Donnerstag wie berichtet, eine Einigung, die auch den Verkauf von 30 Prozent seines Unternehmens durch die Mutter Constantia B.V. umfasst, sei nur durch einen Generalvergleich möglich. Für die 30 Prozent der Constantia Packaging gibt es laut Bästlein "eine Hand voll Interessenten".

Mit dem Erlös soll die Barzahlung an die Immoeast finanziert werden. Deren Forderung gegen Castelbajac beläuft sich laut Zeitungsbericht - inklusive Zinsen - auf rund 600 Mio. Euro. (APA)

Share if you care.