Neue Studie über lesbische Frauen im Berufsleben

13. August 2009, 18:34
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Queer Business Women und WU Wien wollen damit zur Verbesserung der Erwerbssituation von Lesben beitragen - Teilnahme noch bis 6. September möglich

Die Abteilung für Gender und Diversitätsmanagement der WU Wien führt derzeit eine Online-Studie zur Situation lesbischer Frauen im Berufsleben durch. Auftraggeberin der Studie sind die Queer Business Women (QBW), die Interessengemeinschaft lesbischer Führungskräfte, Unternehmerinnen, Expertinnen und
Selbständiger in Österreich.

Sexuelle Orientierung ist laut dem EU-Bericht zum Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle 2007 immer noch jene Diversitätskategorie, die gesellschaftlich und damit auch in Erwerbszusammenhängen am stärksten tabuisiert wird. Zudem seien die beruflichen Zusammenhänge lesbischer Frauen - auch auf internationaler Ebene - weit weniger erforscht als jene von schwulen Männern, so die Queer Business Women in einer Aussendung. "Ein Hauptziel unserer Interessengemeinschaft ist das Sichtbarmachen von Lesben im öffentlichen Leben und die Verbesserung der Erwerbsbedingungen von lesbischen Frauen. Die Beauftragung einer Studie war daher für uns eine logische Konsequenz", so Eva Susanne Goetz, Vorsitzende der QBW.

Erfahrungen sichtbar machen

Aufbauend auf den Ergebnissen der laufenden Studie planen die QBW bereits Folgestudien, die zur Verbesserung der Erwerbssituation von lesbischen Frauen in
Österreich beitragen. Roswitha Hofmann, Studienleiterin der WU Wien erläutert: "Erstmals werden in Österreich empirische Daten zur Erwerbssituation homosexueller Frauen vorliegen. Damit werden zum einen die Erfahrungen lesbischer Frauen in Österreich - als Unternehmerinnen und unselbstständig Erwerbstätige - erstmals öffentlich sichtbar gemacht. Zum anderen erhalten wir quantitative Basisdaten, die für eine gezielte und aktive Bekämpfung von Diskriminierungen auf Grund sexueller Orientierung zentral sind."

Die Studie spricht auch derzeit erwerbslose Frauen an. Die anonyme Teilnahme an der Online-Befragung ist im Internet noch bis 6. September 2009 möglich.  Die
Ergebnisse werden im Herbst 2009 präsentiert. (red)

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