Milde Gaben von Produzenten

13. August 2009, 18:19
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Rund 60 Millionen entgehen dem ORF durch Befreiungen von Gebühren, die ihm die Republik abgelten soll.

Ein prominenter Produzent staunte, als er den Beipacktext zu einer Abrechnung des ORF las. Der Gebührenfunk bat im Begleitschreiben um einen Solidaritätsbeitrag: fünf bis zehn Prozent der Projektsumme, was Sie gerne geben.

Auf Gaben hofft der ORF auch von der Politik: Rund 60 Millionen entgehen ihm durch Befreiungen von Gebühren, die ihm die Republik abgelten soll. Tendenz: mit der Arbeitslosigkeit steigend. Kanzler Werner Faymann versprach im Frühjahr einen Teil davon, die ÖVP zeigt sich bisher skeptisch.

Gebühren schon mehr als das Doppelte

2000 nahm der ORF noch etwa gleich viel aus Werbung wie Gebühren ein. Heute machen die Gebühren schon mehr als das Doppelte aus. Werbefenster deutscher Privatsender sind kaum halb so teuer, die Krise tut ein Übriges - inzwischen auch im ORF-Radio.

Verzichteten Bund und Länder auf ihre Gebührenanteile, könnte der ORF sich von Werbung verabschieden - wie Anstalten in Frankreich und Spanien. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 14./15./16.7.2009)

  • ORF auf dem Weg zum reinen Gebührensender.
    grafik: der standard

    ORF auf dem Weg zum reinen Gebührensender.

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