AIG-Ex-Chefs wollen Vergleich für 115 Millionen

13. August 2009, 17:51
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New York/Brüssel/Wien - Das US-Versicherungsunternehmen American International (AIG) wehrt sich gegen zahlreiche Verfahren, die Aktionäre gegen das Unternehmen führen. Dabei geht es um falsche Zahlen zur AIG-Bilanz. Nun haben einige ehemalige Top-Manager des Unternehmens - darunter auch Hank Greenberg, einstiger Vorstandsvorsitzender - 115 Millionen Dollar gezahlt, um einen Vergleich in den Verfahren zu erzielen. Ein Großteil der Summe soll aus Versicherungen beglichen werden, die Vorstände vor Verfahren wie diesem schützen, heißt es aus Insiderkreisen. Greenberg hat erst vergangene Woche 15 Millionen Dollar gezahlt und damit eine Einigung mit der US-Finanzaufsicht Securities and Exchange Commission erzielt. AIG wurde 2008 vom US-Staat gerettet.

In Europa hat die EU-Kommission Zahlen zu den eigenen Rettungspaketen veröffentlicht. So habe die EU im Kampf gegen die Finanzkrise von Oktober 2008 bis Mitte Juli staatliche Garantien für die Banken im Ausmaß von 31,2 Prozent der Wirtschaftsleistung aller 27 Mitgliedstaaten genehmigt. Die Summe der Garantiemaßnahmen laut EU-Kommission: 2900 Milliarden Euro. An der Spitze liegt Dänemark, das Staatsbeihilfen im Ausmaß von 259,4 Prozent seines Bruttonationalprodukts gebilligt erhalten hatte. Österreich liegt mit 32,8 Prozent knapp über dem EU-Durchschnitt. (sulu, APA, DER STANDARD, Printausgabe, 14.8.2009)

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