Post-Management rechnet mit Herbst

13. August 2009, 17:36
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Gewerkschaft nach wie vor skeptisch - Justizministerin Bandion-Ortner verlangt erneut Postler für ihr Ressort

Wien - Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) stößt mit ihrer Zuversicht, dass schon ab 1. September Postler Dienst bei der Polizei tun könnten, auf mehreren Seiten auf Skepsis. Nicht nur der sozialdemokratische Post-Gewerkschafter Gerhard Fritz vermisst weiterhin ausführliche Informationen. Auch vonseiten der Post selbst kann man sich nicht wirklich vorstellen, dass binnen zwei Wochen alle nötigen Details geklärt sind. "Ich schätze nach wir vor, dass es der Herbst sein wird", sagte Post-Sprecher Michael Homola am Donnerstag im Ö1-"Mittagsjournal".

Viele offene Fragen

"An uns soll es nicht scheitern", hielt er fest. Zuerst müsse aber "konkret am Tisch liegen", um welche Jobs es gehe, welche Anforderungen diese Jobs stellten und ob die Post "überhaupt Mitarbeiter mit solchen Qualifikationen" zu bieten habe, auch dienstrechtliche Fragen müssten geklärt werden. Für den Post-Sprecher ist es fraglich, ob das alles in rund zwei Wochen zu erledigen ist.

Gewerkschafter Fritz monierte einmal mehr, dass zu wenige Informationen vorlägen. Er habe "hunderte Anrufe" pro Tag mit Fragen nach Art der Tätigkeit oder nach dem Einsatzort, aber all das sei noch unklar. "Würden Sie mit diesen Informationen ihren Job wechseln und dort hingehen? Ich nicht", so Fritz.Ministerium hat schon Konzept erstellt

Auch Bandion-Ortner bittet

Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (ÖVP) nützt die jüngste Diskussion um den Wechsel von Postbeamten zur Polizei, um abermals auf ihre Wünsche nach mehr Personal hinzuweisen. Die Justiz arbeite "am Limit", weshalb auch ihr Ressort Mitarbeiter aus dem Post- und Telekomdienst "dringend" benötige, erklärte Bandion-Ortner am Donnerstag in einer Aussendung. Ein entsprechendes Konzept sei schon erstellt worden. (APA)

 

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