Indische Großproduktion dreht in Wien

13. August 2009, 17:23
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Für "Hoch lebe Venkatesa" werden etwa die Hofburg, die Donaucity, der Gasometer oder der Wiener Prater zu exotischen Schauplätzen

Wien - Gerne spricht der Westler undifferenziert von Bollywood, wenn er von Filmen aus Indien redet. Aber nur ein Teil der Streifen kommt tatsächlich aus Mumbai, dem einstigen Bombay. Auch andere Bundesstaaten beherbergen eine blühende Filmindustrie, etwa Tamil Nadu, Westbengalen, Karnataka, Kerala oder Andhra Pradesh. Und sie alle bauen immer häufiger auch europäische Schauplätze in ihre Epen ein.

Derzeit entstehen in Wien Szenen zu "Namo Venkatesa" ("Hoch lebe Venkatesa"), inszeniert von Srinu Vaitla und finanziert von der Suresh Productions aus Hyderabad, der Hauptstadt von Andhra Pradesh, eine romantische Liebesgeschichte: Ein Bauchredner und Straßenkünstler findet, nach einigem Hin und Her, die Liebe seines Lebens. Hauptdarsteller sind Trishna Krishnan und Daggubati Venkatesh, wie auch schon bei"Aadavari Maatalaku Ardhale Verule (2007)"; auch der prominente indische Komiker Brahmanandam wirkt mit. Drehsprache ist Telugu, "Tollywood" wäre ein Spitzname, welcher freilich primär für die zahlreichen Filme in Tamil geläufig ist.

Drehorte sind der Schwarzenbergplatz, die Hofburg, die Donaucity, der Gasometer oder der Wiener Prater; in letzteren wurden die Medien am Donnerstag zum Setbesuch geladen. In Österreich war die Crew unter anderem bereits in Salzburg und Innsbruck im Einsatz. Demnächst geht es für zwei Tage nach Island. Alpenpanoramen - anstelle der wegen Unruhen nicht zugänglichen Kaschmir-Region - seien übrigens laut Produktionssprecher aktuell nicht mehr so gefragt, da zuletzt zu häufig in indischen Produktionen verwendet. In Wien absolvieren indische Filmcrews laut Vienna Film Commission jährlich rund 30 bis 40 Drehtage. (APA)

 

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    Großes Budget, improvisiertes Setleben: Hauptdarsteller Daggubati Venkatesh beim Kartenspielen während einer Drehpause ...

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    ... und Kollegin Trisha Krishnan bei der DIY-Maske im Prater

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