Sicherheitskräfte zunehmend von Kriminellen unterwandert

13. August 2009, 17:00
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Mitglieder der Präsidentengarde kommen vor Gericht

Bagdad - Im Irak drohen die Sicherheitskräfte offenbar zunehmend von Kriminellen unterwandert zu werden. Bei einem vereitelten Banküberfall in Bagdad kam es am Donnerstag zu einer Schießerei zwischen vier Bewaffneten und Polizisten. Die Räuber ergaben sich daraufhin. In die Bank waren sie mit Ausweisen gelangt, die sie als Mitarbeiter des Innenministeriums auswiesen. Später wurde auch eine Bankangestellte festgenommen, die der Zusammenarbeit mit den Gangstern verdächtigt wurde.

Ein Gerichtssprecher kündigte unterdessen an, dass sich fünf Mitglieder der Präsidentengarde Ende des Monats wegen ihrer Beteiligung an einem Banküberfall vor Gericht verantworten müssen. Bei dem Überfall waren am 28. Juli acht Wachleute erschossen worden. Die Täter erbeuteten rund acht Milliarden Irakische Dinar (umgerechnet rund 4,8 Millionen Euro). (APA/AP)

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