Südtiroler LH will mit Berlusconi-Regierung "mehr reden"

13. August 2009, 13:49
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Zusammenarbeit werde "immer schwieriger"

Pfalzen - Der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) will mit den Vertretern der Regierung von Silvio Berlusconi "mehr reden". Die Zusammenarbeit mit Rom werde "immer schwieriger", sagte Durnwalder am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Pfalzen im Pustertal. Auch wenn die SVP blockfrei bleiben solle, bedeute das nicht, dass man nicht offen mit den Regierungsvertretern reden können müsse.

Auf römischer Ebene ortete Durnwalder "Unsicherheit und Unruhe". Es gebe keine langfristigen Programme oder Projekte. Viele Initiativen würden fallengelassen, kritisierte der Landeschef. Lediglich zur rechtspopulistischen Lega Nord gebe es ein "tragbares Verhältnis". Mit dieser Regierung in Rom gehe es Südtirol "nicht besonders rosig".

Selbstkritik

Kritisch sah Durnwalder dabei auch die Haltung seiner eigenen Partei. Blockfrei zu sein bedeute nicht, gegen alles zu sein. Dadurch habe auch der Eindruck der Handschlagqualität der SVP gelitten.

Mehr Kommunikation will Durnwalder auch mit der deutschsprachigen Opposition im Südtiroler Landtag, die bei der Landtagswahl 2008 deutlich zulegen konnte. In Zukunft solle vor jeder Landtagssitzung das Gespräch mit den übrigen Parteien gesucht werden, versprach Durnwalder.

Bei der Landtagswahl hatte die SVP die absolute Mandatsmehrheit hauchdünn verteidigen können. Bei den Stimmen wurde erstmals seit 1945 ein Ergebnis unter 50 Prozent eingefahren. (APA)

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