Head verlängert Frist für Anleihegläubiger um einen Tag

13. August 2009, 12:10
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Noch keine Bekanntgabe zu zehn Millionen Euro-Kredit

Wien - Der an der Wiener Börse notierte Sportartikelhersteller Head N.V. und seine Tochter HTM haben das Umtauschangebot für die von HTM ausgegebenen Schuldverschreibungen mit einem Nennwert von 135 Mio. Euro, einer Nominalverzinsung von 89,5 Prozent und einer Fälligkeit im Jahr 2014 um einen Tag verlängert. Die neue Frist läuft bis heute, 13. August, 18 Uhr. Ursprünglich wäre das Angebot gestern um diese Zeit ausgelaufen.

Die bestehenden Schuldverschreibungen mit einem Nennwert von je 1.000 Euro sollen in besicherte Schuldverschreibungen mit einem Nennwert von je 350 Euro getauscht werden. Bisher hat ein Nominale von 72,5 Mio. Euro das Angebot angenommen, teilte Head am Donnerstag mit.

Angaben zur ebenfalls gestern ausgelaufenen Frist für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von 10 Mio. Euro finden sich in der Aussendung keine. Auch im Unternehmen war bis dato dazu niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Nach früheren Angaben drohen dem Sportartikelhersteller ohne Kredit gravierende Einschnitte.

Wie die Tageszeitung "Die Presse" heute berichtet, seien die Verhandlungen für den Kredit wenig erfolgreich verlaufen. Die österreichischen Hausbanken Erste Group und Bank Austria sollen für Head den Kredithahn nicht noch weiter aufgedreht haben. Die Institute verlangen laut Bericht nach ein "Signal" von Head-Mehrheitseigentümer Johan Eliasch. Auch Finanzvorstand Günter Hagspiel stellte jüngst eine Geldspritze von Eliasch in Aussicht.

Der Konzern mit den Marken Head, Tyrolia, Penn und Mares braucht wie alle wintersportlastigen Produzenten im Sommer Geld, weil die saisonalen Vorfinanzierungen für den Wareneinsatz anfallen. In guten Jahren schaffte das Head aus dem eigenen Cashflow. Die schneearmen Winter und die Krise haben Head allerdings in die Verlustzone schlittern lassen. Im ersten Quartal wurde ein Minus von 11,775 Mio. Euro verbucht. (APA)

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