Ist das Zeitalter der SSDs angebrochen?

13. August 2009, 10:01
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Immer mehr Hersteller setzen auf die neue Technologie

Im kalifornischen Santa Clara fand in dieser Woche der Flash Memory Summit statt. Die Speicherbranche gab sich ein großes Stelldichein und stellte die Weichen klar in Richtung der neuen Speichertechnologie - der Solid-State-Drives (SSD). Immer mehr Hersteller setzen bereits auf SSDs, aber noch ist die Verbreitung eher gering - kein Wunder die Preise sind selten konsumentInnenfreundlich.

Das Zeitalter der SSDs

Laut einem Bericht der New York Times ist das Zeitalter der SSDs eingeläutet, eine weitreichende Verbreitung ist aber erst zu erwarten, wenn die Preise deutlich sinken. Bis es soweit ist, haben die Hersteller ohnehin andere Kunden im Visier - nämlich Unternehmen, die die Vorteile der neuen Technologien zu schätzen wissen und bereit sind dafür doppelt so viel zu zahlen wie für eine herkömmliche Festplatte.

Der kritische Preispunkt

Den ersten Kontakt mit SSDs hatte die breite Öffentlichkeit mit der Veröffentlichung des Apple MacBook Air und einiger Netbooks von Asus und Acer im Frühling 2008. Die Vorteile der neuen Technologie liegen in einer besseren Performance und schnelleren Zugriffszeiten, allerdings sind die Kapazitäten deutlich unter jenen aktueller Festplatten. Derzeit kosten SSDs im besten Fall doppelt so viel wie gleichwertige - was die Speicherkapazität betrifft - herkömmliche Festplatten. "Erst wenn die Preise der SSDs bei etwa 1 Dollar pro GB liegen, wird der Massenmarkt adressiert werden können", so Gregory Wong, Analyst bei Forward Insights gegenüber der New York Times.

Nicht vor 2011

Diesen Preispunkt werden die Hersteller aber nicht vor 2011 erreichen, meint Wong. Allerdings beginnen sich große Unternehmen, wie etwa IBM, HP und Sun Microsystems, für die SSD-Technologie zu erwärmen. Die Performance-Vorteile sind dabei wesentlich größer und relevanter als die höheren Kosten. Da SSDs auf Flash-Memory-Chips basieren und nicht auf mechanischen Komponenten, ist unmittelbarer Zugriff auf die Daten möglich. Für die Serverhersteller bedeutet dies wesentlich mehr Input-Output-Operationen in der Sekunde und damit deutliche Steigerungen im Vergleich zur aktuellen Technologie.

SSD-Hersteller erfreut

Die zahlungskräftigen und zahlungswilligen Businesskunden sorgen derzeit für einen regelrechten Boom bei Solid State Drives. Die Hersteller freut es. Die Kunden sollen von der Performance ebenfalls deutlich profitieren. Die großen US-Unternehmen statten aber auch ihre eigenen MitarbeiterInnen mit Solid-state Drive-Notebook aus - auch hier werden immer größere Bestellungen registriert.

Kapazität

In kleinen Schritten haben sich die SSD-Hersteller auch mit den verfügbaren Kapazitäten an die gängigen Festplatten herangetastet. So kündigte Toshiba kürzlich an, eine SSD mit einer Speicherkapazität von 512 GB in de Handel bringen zu wollen. Im Juli erklärte Micron, dass mit der Auslieferung von 256-GB-Modellen begonnen werde.(red)

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