Fischer: Österreich hat "überdurchschnittliche Anerkennungsquote"

15. August 2009 08:35

Bundespräsident sprach sich dafür aus, dass Österreich weiterhin "Massstäbe setzen" solle und "keine feige Asylpolitik" machen dürfe

Innsbruck/Wien - Bundespräsident Heinz Fischer verweist im Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" auf "eine überdurchschnittliche Anerkennungsquote bei Asylanträgen". Vor dem Hintergrund der aktuellen Mordserie an Menschenrechtsaktivisten in Tschetschenien war kritisiert worden, dass in jüngster Zeit immer mehr Asylanträge von Tschetschenen abgelehnt werden.

Der Sprecher des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR), Roland Schönbauer, sprach am Mittwoch im Ö1-Morgenjournal von einem "Absturz" bei der Anerkennungsquote, der nichts mit den Realitäten in Tschetschenien zu tun habe. ORF-Informationen zufolge wurden vor zwei Jahren noch 80 Prozent aller Asylanträge von Tschetschenen anerkannt, heuer seien es nur noch 33 Prozent. Der außenpolitische Sprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, warnte davor, dass Österreich seine Grenzen nicht für Tschetschenen schließen dürfe. Dagegen sagte BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz, dass die Tschetschenen zu einem großen Teil "Problemasylanten" seien.

"Keine feige Asylpolitik" machen

Fischer sprach sich dafür aus, dass Österreich weiterhin "Massstäbe setzen" solle und "keine feige Asylpolitik" machen dürfe. In diesem Zusammenhang werde er auch selbst beim Innenministerium aktiv. "Wenn Fälle bekannt werden, wo die Gefahr besteht, dass eine einzelne Entscheidung inhuman ist oder gar durch das Gesetz nicht gedeckt, dann erlauben wir uns, das Innenministerium zu bitten, sich das genau anzusehen." Fischer forderte zugleich eine "sinnvolle und gerechte europäische Lastenverteilung" in der Asylpolitik, weil es derzeit einige Länder gebe, "die es leichter haben".

Zurückhaltend äußerte sich der Bundespräsident zur Aufnahme von Guantanamo-Insassen durch Österreich. 'Ich beginne das Werben für eine humane Asylpolitik nicht bei Guantanamo. Das erzeugt eine öffentliche Meinung, die einen fairen Umgang mit diesem Problem erschwert", argumentierte Fischer. Viele Österreicher seien nämlich der Meinung, dass sich die Amerikaner die "Guantanamo-Suppe" selbst eingebrockt hätten und es nur gerecht wäre, wenn sie das Problem selbst lösten. Allerdings sei Guantanamo "in kleinem Ausmaß ein Sicherheitsproblem und in größerem Ausmaß ein psychologisches Problem", fürchtet sich der Präsident offenbar nicht vor der Aufnahme von ehemaligen Terrorverdächtigen durch Österreich. (APA)

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Prolet
16.08.2009 08:45
Ich weiß, über den ehrenwerten Hr. BP darf man nur Gutes reden!

So lobe ich denn die Schönrederei als verborgene Lügerei.

Fra Diavolo
14.08.2009 12:55

Versucht da etwa jemand, sich bei der Krone einzuschleimen? Naja, vielleicht ist Dichand ja gnädig und läßt den Silbersee-Pröll wieder fallen...

bert halbert
14.08.2009 10:00
Der fischer traut sich was

und da werden AI, Caritas und sonstige undifferenzierte "alles-herein-nach-Östereich-Gruppen" aber pöse auf ihn sein.

Fra Diavolo
14.08.2009 12:59

Ja, denn alles was AI und die Caritas wollen ist, daß so viele Ausländer wie möglich zu uns kommen, gell?
Übrigens war dieses "pöse" schon nach dem zweihundersten mal nicht mehr lustig. Inzwischen ist es eigentlich nur mehr ein sicheres Zeichen dafür, daß der betreffende Poster ein selbstgefälliges kleines Würstchen ist.

politisch verfolgt
18.08.2009 13:38
hmm, wenn ich es mir aussuchen könnte

wäre mir lieber, ich bin ein kleines würstchen als ich habe ein kleines würstchen.
aber bitte, das ist nur meine persönliche sicht der hier aufgeworfenen kleines-würstchen-problematik.

Meslier
18.08.2009 10:31
OT

Gibt es eigentlich schon eine Diplomarbeit darüber, ob "selbstgefälliges Würstchen" PC ist - und "selbstgefälliger Kebab" nicht?

Demo für "Mehr Sicherheit beim Einbrechen!"
14.08.2009 14:39

Na nun werden Sie mal nicht persönlich hier, Sie Fra Diavolo!

db73
14.08.2009 09:25

""Allerdings sei Guantanamo "in kleinem Ausmaß ein Sicherheitsproblem und in größerem Ausmaß ein psychologisches Problem", fürchtet sich der Präsident offenbar nicht vor der Aufnahme von ehemaligen Terrorverdächtigen durch Österreich.""

Dann sollte es ja auch kein Problem sein diese im direktem Lebensumfeld des Präsidenten und seiner Familie unterzubringen.
Allerdings sind die ganzen Aufnahmebefürworter nur solange dafür wie sie selbst nicht zu denen gehören mit deren Sicherheit hier Jeopardy gespielt wird.

Ascensionate
13.08.2009 14:04

Tschetschenen wurde lange Zeit und werden auch heute noch in vielen Ländern als Kriegsflüchtlinge nicht akzeptiert. (da kein offizieler Krieg etc.) Österreich akzeptiert Sie. Und da man bei uns gut lebt und schon etliche hier sind, kommen durch Mundpropaganda immer mehr nach Österreich. Es ist das gleiche mit Somali in Dänemark oder Irakern in Schweden. Ich bin für eine diversivizierte Aufnahme anstatt einzelne Nationalitätenschwerpunkte zuzulassen, denn die verhindern Integration und fördern Parallelgesellschaften.

sprung
 
13.08.2009 19:39

ok interessant aber ist ein "nicht offizieller" krieg denn kein krieg? sollen wir denn aus respekt vor putin oder aus angst um unser erdgas diese kriegsopfer ihren mördern, folterern und vergewaltigern überlassen?

modeste mignon 09
13.08.2009 20:37

Nicht alle tschetschenischen Asylwerber sind Mörder, Vergewaltiger und Folterer!

Fra Diavolo
14.08.2009 13:16

Können Sie nicht sinnerfassend lesen? Mit den Mördern und Vergewaltigern sind die Russen gemeint.

fabrikant
14.08.2009 09:20

alle nicht, das stimmt wohl.

Fra Diavolo
14.08.2009 13:14

Es sind auch nicht alle Österreicher faschistoide, xenophobe Dummköpfe. Sie allerdings schon.

politisch verfolgt
18.08.2009 13:40
faschistoid, xenophob....

*gähn*

weckens mich bitte auf, wenn im stadtrand mal was neues steht.

Demo für "Mehr Sicherheit beim Einbrechen!"
14.08.2009 14:40

Sie dürften ganz offensichtlich ein armes Würstchen sein.

sprung
 
13.08.2009 23:27

alle kennen welche.

Das fünfte Element
14.08.2009 00:30
ach, sie kennen alle?

woher wüssten sie sonst was alle kennen ...

Stachanow, Mitarbeiter des Monats!
 
13.08.2009 13:06
Rechtspopulistische Anbiederung!

Es gibt keinen Grund die menschenverachtende Asylpolitik der letzten Jahre schön zureden!

Vielmehr muss man sich fragen, warum dieselben Politiker, die für den ungeregelten ("freien") Arbeitsmarkt der EU eintreten, ausgerechnet jene Asyl verweigern wollen, die wirklich in Lebensgefahr sind!

Strache kann man nicht bekämpfen, indem man ihm nach dem Mund redet!

Bruno Kreisky, Willi Bandt und Olof Palme wären entsetzt!

Stephen Covey
13.08.2009 22:43

naja, Strache wird aber auch keine Stimmen verlieren, wenn man alle Asylanträge anerkennt.

Stachanow, Mitarbeiter des Monats!
 
14.08.2009 06:46
Doch!

Warum wählen Menschen Strache?

Weil Sie Angst haben!
Angst um ihren Job, um ihre Sicherheit, um ihre Familie.

Der Irrtum:
Durch Gewalt (abschieben, dicht machen, überwachen, vernadern ...) wachsen die Konflikte, Kosten und damit die Chance auf diese Sicherheit.

Die Ursache der Probleme
sind nicht die Zuwanderer, sondern ein totalitäres Wirtschaftssystem, dass die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher macht bis es zum Konflikt kommt.

db73
14.08.2009 09:27

Klar, das System ist schuld , gut das die Schuldfrage geklärt wäre

marty fink
13.08.2009 16:55
Der Kreisky hätt dem Fischer recht gegeben!

N. N.
13.08.2009 15:53
zu Ihrer Beruhigung

Joschka Fischer und Gerhard Schröder wären gar nicht entsetzt. Schauen Sie sich einmal die damaligen rot-grünen Asylzahlen an, vergleichen Sie die kurz mit den hiesigen schwarz-blauen und posten Sie dann weiter.

Stachanow, Mitarbeiter des Monats!
 
13.08.2009 16:15
Joschka Fischer und Gerhard Schröder ...

... sind als Vorbilder wirklich unbrauchbar!

Schließlich haben die in D-Land wieder mit dem krieg-führen begonnen!

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