Bengalische Feuer bei Demo in Wien

12. August 2009, 20:58
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Insgesamt geschätzte 130 Teilnehmer - "Supermarktprofit wichtiger als Menschenleben"

Wien - Mit einigen entzündeten bengalischen Feuern ist die Demonstration gegen Polizeigewalt am Mittwochabend in Wien zu Ende gegangen. Eine etwa 25- bis 30-köpfige Gruppe der insgesamt geschätzten 130 Teilnehmern hatte sich gegen Ende der friedlichen Veranstaltung abgespalten und war zum Teil mit den Lichtern durch Wien-Neubau gelaufen.

Keine Festnahmen

"Nach dem jetzigen Informationsstand hat es keine Sachbeschädigungen oder Festnahmen gegeben, nur Identitätsfeststellungen", so Polizeisprecher Roman Hahslinger auf APA-Anfrage. Die Demonstration war in einem Internetforum angekündigt worden. Das Ganze wirkte eher improvisiert: Gegen 17.30 Uhr sammelten sich zögerlich die Teilnehmer am Christian-Broda-Platz. Nach rund einer Stunde zogen die Personen mit Transparenten wie "Supermarktprofit wichtiger als Menschenleben" und Fahnen in Absprache mit der Exekutive über die Mariahilfer Straße stadteinwärts.

Auch Parolen wurden durch ein Megafon abgegeben; alles in allem aber "ein ruhiger Verlauf", so der Polizeisprecher. Als der Menschenzug dann in die Stiftsgasse einbiegen sollte, lösten sich einige Teilnehmer und entzündeten die Feuer. Der Kern der Demonstranten löste sich auf, gegen 19.30 Uhr war die Veranstaltung schließlich ganz zu Ende. Über die Veranstalter war vorerst nichts bekannt; es dürfte sich um Teilnehmer aus verschiedenen Gruppen gehandelt haben. (APA)

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