Manche Helden kehren zurück

12. August 2009, 18:25
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In den USA und auch in Europa finden Woodstock-Erinnerungs­veranstaltungen statt

In Bethel Woods, 140 Kilometer von New York und 69 Kilometer von der Stadt Woodstock entfernt, wird am Wochenende gefeiert. Vor 40 Jahren fand hier, auf der Weide des Milchbauern Max Yasgur, die Woodstock Music and Art Fair statt.

Etwas nördlich der Wiese, auf der 1969 eine halbe Million Menschen ihr Wochenende verbrachten, steht seit 2006 das Bethel Woods Center for the Arts. Es bietet ein Museum, in dem Besucher alles über die vier Augusttage 1969 erfahren, und eine Freiluftbühne, vor der 15.000 Zuschauer Platz finden. Jedes Jahr im Herbst findet auf dem Gelände ein Weinfestival statt. Für Samstag, den 15. August, sind auf der Bühne die Heroes of Woodstock angekündigt. Jefferson Starship, Canned Heat, Ten Years After und andere Woodstock-Veteranen werden auftreten.

Auf Jimi Hendrix muss das Publikum zwar verzichten, nicht aber auf The Star-spangled Banner. Der Gitarrist Conrad Oberg wird dieShow mit der US-Nationalhymne eröffnen. Tickets kosten zwischen 19 und 69 Dollar - und sind noch zu haben.

Am Sonntag steigt im Center Woodstock remembered mit Sam Yasgur, Milchbauer Max' Sohn. Sam diskutiert mit dem Fotografen Barry Levine und dem Autor Jan Cheripko über das Festival. Die Veranstaltung ist ausverkauft.

Auch San Francisco feiert 40 Jahre Woodstock. Unter dem Titel West Fest - Celebrating the 40th Anniversary of Woodstock werden zahlreiche Künstler am 25. Oktober im Golden Gate Park auftreten. 3000 Gitarrenspieler werden versuchen, den Weltrekord im Simultanspielen von Purple Haze zu brechen. Der Eintritt ist frei.

Doch nicht nur in den USA, auch in Europa gedenken Menschen Woodstock. Die Facebook-Gruppe Oui pour Woodstock 2009 in France hat bereits 253.348 Mitglieder. Die Gruppe möchte ein Festival mit dem Titel Imagine Paris - Woodstock France organisieren. Jeder, der möchte, kann dort auftreten und sein Talent zeigen. Datum und Ort sind noch nicht bekannt.

Bad Goisern in Oberösterreich hat den Revival-Wahnsinn bereits hinter sich. Am 1. August wurde dort zur Erinnerung an Woodstock das größte essbare Peacezeichen der Welt aus Buchteln präsentiert. (Tobias Müller / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.8.2009)

 

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