Partnervermittlung auf Pro Sieben: Bisschen was Stärkeres

12. August 2009, 17:53
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Obsorgefragen zwischen Eltern und Kindern müssen nicht zwangsläufig beim Jugendamt enden. Geht es nach "Sam", lösen sich Probleme mitunter allein

Obsorgefragen zwischen Eltern und Kindern müssen nicht zwangsläufig beim Jugendamt enden. Geht es nach Sam, lösen sich Probleme mitunter allein. 

Das Mittagsmagazin von ProSieben schmückt sich mit dem beschreibenden Untertitel "Information". Also informiert Sam über die Versuche, aus einer zerrissenen Familie wieder eine ganze zu machen: Die 17-jährigen Zwillinge Kim und Sabrina leben in Hamburg und suchen für ihre Mutter einen Mann. Sie ist 39, seit einem Jahr Single und "ein Mensch, der sehr viel auf Optik Wert legt".

Das klingt ein wenig vage, doch glücklicherweise hat Mama klare Vorstellungen, die sie mit auf den Weg geben kann: "So, und dann brauch ich schon jemanden, an den ich mich anlehnen kann. Und das geht nun mal nicht bei einer schmalen Wurst oder einer dürren Wurst, sondern muss schon ein bisschen was Stärkeres sein." Besser als jedes Passfoto. Die ersten Versuche schlagen zwar fehl, tun aber dem Familienleben gut: „Ich bin stolz, dass ich so 'ne Mutter hab, mit der ich noch weggehen kann", schwärmt der Nachwuchs. Den Geburtstag feiert die Familie deshalb heuer mit Mama. Die letzte Party endete ohne sie mit Polizeieinsatz. Diesmal soll es anders werden. 

Auf der Reeperbahn muss Kims Freund Serda erst einmal zudringliche Besucher in die Schranken weisen. Mama bringt inzwischen eine Überraschung. „Vom Stil her wäre das so meine Richtung", sagt sie über den strippenden Herrn im Kapitäns-outfit. Serda checkt das nicht mehr. "Was soll ich denn machen, wenn mir meine Mama das zum Geburtstag schenkt?", macht Kim ihm ihren Gewissenskonflikt klar. Serda versteht. Mama ist stolz auf die Kleinen: "Ihr wurdet ja noch nicht mal richtig rot."

Orgendwie schaffen die Kinder das Blind Date doch. Der Anwärter ("hammergeile Augen") macht gleich klar, dass für die Zukunft gesorgt ist: "Keine neuen Männer für Mama ansprechen, ne?" (Doris Priesching, DER STANDARD; Printausgabe, 13.8.2009)

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