Wegen Herzproblemen gekündigt

12. August 2009, 17:22
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Hoffenheim-Spieler Prince Tagoe aus Ghanaer will Rauswurf nicht akzeptieren - Nachspiel vor FIFA droht

Sinsheim - Nur 51 Tage nach der Vertragsunterschrift hat der Ghanaer Prince Tagoe den deutschen Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim bereits wieder verlassen. Der Club von Ramazan Özcan und Andreas Ibertsberger kündigte den 22-jährigen Teamkicker, weil bei einer ärztlichen Nachkontrolle vor zwei Wochen Herzprobleme festgestellt wurden. Der kuriose Fall dürfte allerdings ein Nachspiel haben. Laut FIFA-Reglement ist eine Kündigung aus derartigen Gründen nicht rechtens.

"Aufgrund der momentanen Sachlage können wir es nicht verantworten, Prince Tagoe an irgendwelchen sportlichen Aktivitäten des Clubs teilnehmen zu lassen. Wir haben derzeit leider auch keine Anhaltspunkte dafür, dass sich dies zukünftig ändern wird. Vor diesem Hintergrund konnte daher das Arbeitsverhältnis mit dem Spieler nicht aufrechterhalten werden", bestätigte der Verein am Mittwoch in einer Pressemitteilung die Trennung von Tagoe.

Der Ghanaer, der am 9. Juni einen Dreijahresvertrag unterschrieb, will seinen Rauswurf jedoch nicht akzeptieren. Den üblichen Medizin-Check bei Vereinsarzt Pieter Beks hatte Tagoe ohne Auffälligkeiten bestanden. Zudem soll eine kürzlich durchgeführte zweite Untersuchung bei einem anderen Herzspezialisten die erste Diagnose nicht bestätigt haben. "Hoffenheim ist darauf hingewiesen worden, dass die Kündigung auf jeden Fall unwirksam ist", sagte Tagoes Anwalt.

Im ersten Saisonspiel gegen Bayern München (1:1) stand Tagoe nicht im Kader. Sein Fehlen wurde von Hoffenheim offiziell mit einer Grippe begründet. (APA/dpa/Si)

 

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    Prince Tagoe

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