Neue These zum Ursprung der Terrakotta-Armee

12. August 2009, 17:27
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Chinesischer Historiker glaubt, dass die Ton-Krieger von einer früher lebenden Herrscherin stammten

Peking - Die berühmte chinesische Armee der Terrakotta-Krieger könnte von einer ganz anderen Person in Auftrag gegen worden sein als man bislang angenommen hatte. Der chinesische Historiker Chen Jingyuan hält es für möglich, dass nicht der legendäre Gründer der Qin-Dynastie, Kaiser Qín Shǐhuángdì, die Ton-Truppen für seine Grabanlage beauftragte, sondern die Herrscherin Xuan die Idee zu der ausgefallenen Grabbeigabe gehabt hatte.

Idee der Herrscherin Xuan

Der Wissenschafter stützt seine These in erster Linie auf das Aussehen der Figuren. Die Frisuren und die Kleidung der lebensgroßen Soldaten wiesen demnach eher auf eine andere Epoche hin, wie Jingyuan der Global Times mitteilte. Xuan starb 55 Jahre vor Qíns Geburt.

Bisher galt es als gesichert, dass Qin die Terrakotta-Heer bauen ließ, damit es ihm ins Jenseits folge. Dem Herrscher gelang im Jahr 221 vor Christus die Einigung Chinas, er gilt als erster Kaiser des Reiches. Die Figuren wurden 1974 an seiner Grabstätte in der Nähe von Xi'an gefunden, der Hauptstadt der nördlichen Provinz Shaanxi. Dort werden noch etwa 5000 lebensgroße Terrakotta-Krieger vermutet. Die Terrakotta-Armee ist eine der größten archäologischen Entdeckungen der Moderne. Seit 1987 steht sie auf der Weltkulturerbe-Liste. (red/APA)

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    Chinas berühmtester archäologischer Fund der letzten Jahrzehnte: Die Terrakotta-Armee. Ein chinesischer Historiker zweifelt an der bisherigen Annahme über ihre Herkunft.

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