Spiderbots übernehmen Vulkanbeobachtung

12. August 2009, 15:16
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    foto: nasa/jet propulsion laboratory

    Das Roboterteam kommuniziert völlig unabhängig und schließt auch Lücken, sollte einmal ein Teammitglied verlustig gehen.

Vernetzte autonome Roboter sammeln Daten, werten sie aus und warnen, wenn Gefahr im Verzug ist - NASA sieht auch außerirdische Einsatzorte

Seattle/Portland - Eine Staffel von 15 Spiderbots soll in Zukunft die Überwachung des Vulkans Mount St. Helens im US-Bundesstaat Washington übernehmen. Das besondere an den Robotern ist ihre Fähigkeit, autonom untereinander und auch mit Satelliten zu kommunizieren. Fällt einer der mechanischen Vulkanforscher - etwa durch Steinschlag - aus, wird dies von den verbliebenen Robotern registriert, worauf diese ihr Kommunikationsnetz automatisch so verändern, dass die Daten auf die intakten Maschinen umgeleitet werden.

Das Roboternetzwerk wertet die gesammelten Daten schon vor Ort aus, um den Messwerten eine Echtzeit-Risikobewertung hinzuzufügen, bevor sie an die Kontrollstation gesendet werden. Zusätzlich sind die auch imstande, ohne Umweg über die Kontrollstation autonom mit einem Satelliten zu kommunizieren. So können die mechanischen Spinnen etwa bei verdächtigen Messwerten dem Satelliten den Auftrag geben, Luftaufnahmen vom betroffenen Gebiet zu machen.

Es kann auch über den Satelliten Anweisung an die Roboter gegeben werden, bestimmte Areale des beobachteten Vulkans genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Roboter sind mit Seismographen, Infrarotsensoren sowie einem Sensor zur Aufspürung von Aschewolken ausgestattet. Auch GPS haben die Geräte an Bord, um den Messwerten genaue Lagedaten hinzuzufügen. Sie überzeugen im Gegensatz zu höher entwickelten Robotergeologen wie dem Scarab vor allem durch niedrige Kosten.

Sprung aus dem Hubschrauber

"Man muss die Roboter nur in ihrem Einsatzgebiet platzieren. Sie finden dann selbstständig heraus, wie sie ihren Datenverkehr am besten abwickeln können", so Steve Chien, leitender Wissenschaftler beim für die Spiderbots verantwortlichen Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA. Durch ihre robuste Bauweise könne er sich vorstellen, dass die Roboter zukünftig einfach aus Hubschraubern abgeworfen werden können und nach der Landung selbstständig ihrer Arbeit nachgehen. Bisher war die Platzierung von Sensoren in Vulkanen aufwendig und gefährlich. Sie mussten entweder vergraben oder in Gestein verankert werden, was Vulkanforscher zu gefährlichen Einsätzen im Inneren der feuerspeienden Berge zwang.

Außerirdischer Einsatzort

Neben der Verwendung in Vulkanen sieht man bei der NASA noch weitere Einsatzmöglichkeiten für die autonomen Roboter. So könnten ähnliche Geräte zukünftig seismologische Untersuchungen auf dem Mars durchführen oder gar hydrothermische Schlote im unterirdischen Ozean auf dem eisbedeckten Jupitermond Europa erforschen. (red/pte)

solandre
 
00
13.8.2009, 17:10

heute hab ich wieder einmal lust etwas zu zerstören!

skyrock
00
13.8.2009, 10:31
wahrscheinlich können sie auch gut spionieren

someoneelse
00
12.8.2009, 17:40

Können die sich bewegen? Hab ich jetzt nicht herauslesen können.

Lux lucet in tenebris
01
12.8.2009, 23:19

Das Ding auf dem Foto geht von selbst nirgendwo hin.

Dieter Bergmayr
01
12.8.2009, 18:56
3-Bein kann gehen?

Der Artikel und auch der englische Originalartikel verwenden Vokabel, die eine Fortbewegung suggerieren, allerdings kann ich mir schwer vorstellen, wie ein Drei-Bein gehen soll. Mit der Kiste, die da in der Mitte hängt, kann wohl kaum eine Gewichtsverlagerung stattfinden, die ein Bein für eine Ortsveränderung frei spielt.
Auf dem Bild beim Nasa-artikel scheint es mir auch so, dass die Beine im Winkel fest verschweißt sind und kein Gelenk für eine Fortbewegung aufweisen.
Danke für die Frage!

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