40 Prozent haben durch Krise Geld verloren

12. August 2009, 14:18
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Am meisten betroffen sind Männer, Besserverdienende und Selbstständige

Wien - Die Wirtschaftskrise fordert ihren Tribut: Mehr als 40 Prozent haben im Zuge der Krise Geld verloren bzw. Verluste bei Anlagen oder Aktien erlitten, geht aus einer Online-Umfrage des Instituts für Trendanalysen und Krisenforschung (ITK) hervor, an der jedoch nur 375 Personen teilgenommen haben. Am meisten betroffen sind demnach Männer, Besserverdienende und Selbstständige.

Knapp 60 Prozent gaben an, dass jemand in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis seinen Arbeitsplatz verloren hat. Bemerkenswert ist, dass die Hälfte der Umfrageteilnehmer ihren eigenen Arbeitsplatz für sicher halten, die Arbeitsplatzsicherheit in Österreich hingegen keineswegs gut einschätzen.

Pensionsanpassung

Die größte Sorge bereitet den Befragten, dass langfristig die Pensionen nicht entsprechend angepasst werden. Beim Kauf von Lebensmitteln wird nun mehr auf den Preis geachtet. "Auf liebgewonnene Gewohnheiten wollen die Menschen aber noch nicht verzichten", meinte der Vorsitzende des ITK, Hannes Bauer, am Mittwoch bei der Präsentation der Umfrage vor Journalisten. Größere Anschaffungen und Urlaube würden kaum hintangestellt werden. Freilich hängt es maßgeblich vom Einkommen ab, wie stark jemand von den wirtschaftlichen Turbulenzen betroffen ist. Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen bis 1.500 Euro gaben an, bereits Rücklagen aufgelöst zu haben, um ihren Lebensstandard beizubehalten. Generell sind Männer, 36 bis 50-jährige, Personen über 66 Jahren, Arbeitssuchende und Selbstständige ohne Arbeitnehmer am stärksten von der Krise betroffen.

Für 70 Prozent tragen die amerikanischen Banken die Hauptschuld an der Krise, gefolgt von den Banken generell (66 Prozent) und den USA (44 Prozent). Die Lösung des Problems wird jedoch nicht von den Verursachern erwartet, sondern von der Politik. 60 Prozent setzten ihre Hoffnungen in die österreichische Bundesregierung und erwarten von eben dieser eine Lösung. 58 Prozent meinen, die EU sollte aus dem Dilemma helfen. (APA)

 

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