Erfolge "nicht mit Zahlen" messbar

12. August 2009, 13:26
10 Postings

Polizei legte keine statistischen Daten vor - Konsens herrschte bei einem Punkt: Mehr Personal bringt mehr Ergebnisse

Wien  - Seit 1. Juli unterstützt die für drei Monate eingesetzte Soko-Ost die Arbeit der Polizei in Wien, Niederösterreich und Burgenland mit Schwerpunkt auf Bekämpfung der Einbruchskriminalität. Zur Halbzeit wollte man die Erfolge vonseiten der Polizei aber nicht beziffern, aber dennoch Bilanz ziehen. "Wir haben gute Anhaltungen und Festnahmen, man kann die Soko-Ost aber nicht mit Zahlen messen", sagte Michael Takacs, Sprecher der Soko-Ost, bei einem Pressegespräch am Mittwoch. Ob man mit der 200 Mann starken Sondereinheit tatsächlich die erhofften Erfolge einfährt, werde sich erst viel später zeigen.

Durch die Bank positiv bewertet wurde von den Verantwortlichen aller drei betroffener Bundesländer das Mehr an zur Verfügung gestelltem Personal. "Die Soko-Ost ist eine sinnvolle Ergänzung meines Personals", sagte der Neusiedler (Burgenland) Bezirkspolizeikommandant Andreas Kohs. Auch Wolfgang Nicham, Bezirkspolizeikommandant von Mödling (NÖ), meinte, dass mit zusätzlichen Beamten die Chancen steigen, Täter und Diebesgut zu lokalisieren und sicherzustellen.

Einbrüche eingedämmt

Mehr Personal fordern wollte freilich niemand. "Als Ermittlungsdienstleiter kann ich nur sagen, dass ich für jeden Kollegen dankbar bin, der dem Ermittlungsdienst zugeteilt ist", meinte Oberst Michael Mimra, stellvertretender Leiter des Wiener Landeskriminalamts. Mit Hilfe der Soko-Ost Beamten sei es in Wien etwa gelungen, zumindest in bestimmten Bezirken und Stadtteilen (genannt wurden Hietzing und Eßling) Einbrüche einzudämmen. "Wir bewegen uns von einem sehr hohem Niveau langsam wieder hinunter", meinte Mimra. Erfolge der eingesetzten Sondereinheit seien in der Anzeigenstatistik noch nicht ablesbar. "Es ist noch kein Delikt der Soko-Ost bei Gericht anklagewürdig", so Mimra.

Der Mödlinger Bezirkspolizeikommandant Nicham sprach von einer deutlichen Trendumkehr, vorwiegend bei Kfz-Einbrüchen. In bestimmten Bereichen hätten sich die Delikte um die Hälfte reduziert. Soko-Beamte würden vorwiegend im Bereich der Shopping City Süd (SCS) zur Bestreifung der Halle, der Bekämpfung von Laden- und Trickdiebstählen sowie der Überwachung des Pkw-Parkplatzes eingesetzt.

Im burgenländischen Neusiedl, wo die Hauptroute in den Osten durchläuft, habe sich durch die zusätzlichen Beamten die Kontrollqualität - mit Schwerpunkt auf die Grenzübergänge Kittsee und Nickelsdorf sowie entlang der Ostautobahn (A4) - verbessert. "Wir haben sehr gute Aufgriffe, können bessere Ermittlungsarbeit leisten und "in die Tiefe erheben", sagte Kohs im Gespräch mit der APA.

Der Einsatz der Soko-Ost wird über die anberaumten drei Monate nicht hinausgehen. Laut Dienstgesetz können Beamte nur für drei Monate einem anderen Dienstort zugeteilt werden.(APA)

 

Share if you care.