IT-Fachkräfte: Situation derzeit entspannt, Mangel droht

Gregor Kucera, 16. August 2009 12:04
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"Die Begeisterung für IT-Berufe ist nicht hoch"

Seit geraumer Zeit wird in Österreich von IT-Fachkräftemangel gesprochen. Vereinzelte Initiativen werden gestartet, MitarbeiterInnen dennoch entlassen und gespart an allen Ecken und Ende. Wie schaut es nun wirklich aus? Der WebStandard hat nachgefragt - und fest steht - es gibt einen standortgefährdenden Fachkräftemangel, allerdings erst 2020.

Sorgenkind: Automotivbranche

Ein Blick auf die IT-Branche in Österreich zeigt, dass gut 50 Prozent der Umsätze im Bereich der Finanzdienstleistung erzielt werden. Und genau dieser Bereich gilt, dank neuen Regulativen und immer neuen Anforderungen als krisenfest. Anders sieht es ind er Industrie aus: Die Automotivbranche kam unter die Räder und mit ihr auch die IT. In anderen Bereichen kann allerdings nicht mehr viel eingespart werden, denn ohne IT geht nichts, also muss sie arbeiten können.

Immanente Bedeutung

"Gerade für den Wirtschaftsstandort Österreich stellt die IT eine immanente Bedeutung dar", so  Wilfried Seyruck, Stv. Obmann des Fachverbandes UBIT (WKÖ) und Vorsitzender des IT Ausschusses im Fachverband UBIT. "Im Moment hat sich die Situation entspannt. Der Fachkräftemangel in Österreich ist aber ein langfristiges Thema. Es gibt immer weniger AbsolventInnen. Das ist ein großes Problem von dem die gesamte heimische Wirtschaft betroffen sein wird."

Fachkräftemangel in spe

"Die Begeisterung einen IT-Beruf zu erlernen ist derzeit nicht sehr groß. Ein Hauptproblem ist auch, dass es nicht gelingt in der Ausbildung Frauen anzusprechen. Der Frauenanteil ist in Österreich extrem gering. In anderen Ländern herrscht hier ein Gleichgewicht, etwa in Indien, Brasilien, aber auch im ehemaligen Osten. Dieses Dilemma haben wir auch an den HTLs, die derzeit aufgrund mangelnder Nachfrage ihre Klassen nicht voll bekommen. Hier liegt der Frauenanteil nur zwischen 6 bis 8 Prozent", so Seyruck.

Größte Hürde: Mathematik

Als eine große Hürde in der Ausbildung erweise sich die Mathematik. In der Schule schon für viele InteressentInnen ein Stolperstein und Quell andauernder Nachhilfestunden, sorgt das Fach auch während des Informatikstudiums für wenig Freude. 

2020 - das Jahr in dem wir die IT verloren

Was ist nun mit dem Fachkräftemangel? Ist er da, kommt er erst oder alles nur heiße Luft. Gute Leute werden auch jetzt intensiv gesucht, allerdings - Krise und Personalabbau als Auslöser - es sind auch immer wieder sehr gute Leute zu finden, die bis vor Kurzem nicht am Markt waren. Die größten Probleme werden in Österreich jedoch ab dem Jahr 2020 auftreten sind sich die ExpertInnen einig.

Es gibt viele Jobs

In einigen Bereichen werden IT-Fachkräfte auch und gerade in Zeiten wie diesen gesucht: Neben den erwähnten Finanzdienstleistern, auch in vielen größeren Unternehmen, aber auch im Bereich der Mobilfunker. Menschen scheinen in Krisenzeiten zwar weniger zu verreisen, aber definitiv nicht weniger zu telefonieren.

Softwareentwicklung und Betriebssystembetreuung

"Der Mangel an IT Fachkräften ist trotz Krise in einigen Bereichen weiter vorhanden. Vor allem im Bereich Softwareentwicklung und Betriebssystembetreuung gibt es nach wie vor Engpässe. Es ist nicht jede IT Position mit jedem beliebigen „ITler“ zu besetzen. Die Anforderungen sind oft sehr tief fachspezifisch und daher nicht so leicht in kurzer Zeit anzulernen. Deshalb kommt es zu dieser ungleichgewichtigen Entwicklung. Der IT Fachkräftemangel ist aber ein langfristiges Problem, durch die Krise wird er teilweise nur auf 6-12 Monate unterbrochen. Man bräuchte mehr IT Ausgebildete in Österreich, da immer weitere Bereiche des Haushalts, Freizeit und Produktion mit IT zu tun haben", so Robert Fitzthum von Robert Fitzthum Management Consulting

Siemens und Co.

Keine guten Beispiele für den Trend seien große internationale Konzerne. "Wenn man sich Siemens ansieht, dann ist klar zu erkennen, dass es sich hier um eine internationale Strategie handelt, die das Ende des Standorts Österreich im Visier hat und nicht um einen Abbau von IT-Personal aus anderen Gründen. Wenn hier nun 200 bis 300 MitarbeiterInnen entlassen werden, so ist der Umkehrschluss, dass diese wieder in die IT-Branche drängen nicht zulässig. Nach 20 bis 30 Jahren in der IT wollen viele in anderen Bereichen tätig sein, oder aber sind SpezialistInnen in Bereichen, die derzeit nicht gefragt sind", so Seyruck.

Karriere mit Lehre

Die IT-Branche ist keine klassische Lehrbranche, daher sei es schwer hier Tendenzen abzulesen oder aber Initiativen zu setzen. "Wenn wir unsere Mitglieder anschauen, so sind hier viele Ein-Personen-Unternehmen zu finden, die sicherlich keine Lehrlinge ausbilden. Aber große Unternehmen mit vielen PC-Arbeitsplätzen bilden Lehrlinge in den Bereichen Netzwerk-Administration oder auch Serverwartung und Rechnerwartung aus. Hier wird mehr an den Geräten gearbeitet und es kommt den Unternehmen wesentlich billiger hier Lehrlinge anzulernen als teure ExpertInnen, die das Unternehmen bald wieder verlassen, einzustellen", meint Seyruck.

Demographie und deren Interpretation

Laut einer Studie des METIS-Instituts in Klagenfurt sind zwei Drittel der IT-Fachkräfte älter als 40 Jahre, 3,1 Prozent sind älter als 60, während nur 2,7 Prozent unter 30 Jahren alt sind. In etwa 10 Jahren werden rund 10 Prozent der IT-Fachkräfte in Pension gehen, fürchtet die Branche demografische Probleme. 2020 wird die Situation am Höhepunkt sein, denn dann gehen die MitarbeiterInnen der geburtenstarken Jahrgänge der 60er und 70er Jahre in Pension.

Informatik - mäßig interessant

Dabei handelt es sich um genau jene Personen, die Anfang der 80er Jahre einen regelrechten Informatikboom ausgelöst hatten. Hunderte AbsolventInnen an den Universitäten konnten sich ihre Jobs aussuchen und das Geld lag auf der Strasse.

Keine Frage des Geldes

Doch die Dotcom-Blase ist geplatzt und die Gehälter haben sich eingependelt. War in der Vergangenheit der Weg in die IT-Branche oft mit dem Fokus auf viel Geld verdienen beschritten worden, so hat sich auch hier das Bild geändert. "ITler schauen schon aufs Geld, aber es ist nicht das entscheidende Kriterium. Die Gehälter sind im Vergleich zu anderen Branchen noch immer sehr hoch. Man darf hier nicht die Mindestgehälter im KV schauen. Es wird hier immer noch sehr stark überzahlt", so Seyruck.

Schleppende KV-Verhandlungen

Wie sich die Zeiten jedoch geändert haben, zeigen die gerade erst zu Ende gegangenen IT-Kollektivvertrags-Verhandlungen. Hier wurde Monatelang um eine Einigung gerungen. Die Gewerkschaft GPA-djp rief zu Protesten und Kundgebungen auf und dann konnte man sich auf Folgendes einigen: Die kollektivvertraglichen Mindestgehälter steigen ab 1.9. 2009 je nach Tätigkeitsfamilie zwischen 3,2 und 4,5 Prozent. Lehrlingsentschädigungen, Schichtzulage sowie die Rufbereitschaftspauschale werden um 3,5 Prozent erhöht. Ab 1.1.2010 steigen die Mindestgehälter um 1,5 Prozent. Das Urlaubs- und das Weihnachtsgeld (13. und 14. Monatsgehalt) wird für alle Beschäftigten im Jahr 2010 einmalig um 10 Prozent erhöht werden.

Mit anderen Branchen vergleichbar

Anders als die Wirtschaftskammer sieht die Gewetrkschaft die Lage ind er IT-Branche: "Verglichen mit anderen Branchen ist das Einkommensniveau im IT-Sektor nicht systemtisch höher. Die durchschnittlichen Bruttogehälter liegen im Bereich von 37.000 bis 55.000 Euro Jahresgehalt, abhängig vom Qualifikationsprofil. Projektmanager erhalten die höchsten Gehälter, während sonstige Professionals am schlechtesten bezahlt werden. Die Einkommensdimensionen sind mit jenen vergleichbarer Positionen in anderen Branchen vergleichbar. Wenn sich IT-Fachkräfte selbständig machen und ihre bisherigen Unternehmen beziehungsweise die Position als unselbständig Erwerbstätige verlassen, können etwas höhere Einkünfte erzielt werden. Dieses Einkommensdifferenzial kann jedoch vollständig mit der höheren Volatilität und dem Risiko von Einnahmenausfällen erklärt werden."

Marktversagen

"Es kann also keinen systematischen Zusammenhang dieses Gehaltsdifferenzials mit einem Mangel an (unselbständigen) IT-Fachkräften durch Substitutionsprozesse geben. Eher schon können die Problematik der asymmetrischen Information und die Insider-Outsider-Hypothese als Erklärung für Marktversagen auf dem Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte herangezogen werden. Bedenkt man den hohen Level an erforderlicher Qualifikation, Ausbildung und Weiterbildung, sind die Gehälter im IT-Bereich deutlich zu niedrig, um ausreichendes Arbeitskräfteangebot herbeizuführen, da die Gehaltshöhe positiv mit dem Qualifikationsniveau korreliert sein sollte", heißt es von Seiten der GPA-djp.

Weiterbildung

Als einen weiteren wesentlichen Faktor für die IT-Branche in Österreich, sieht die Gewerkschaft das Thema Weiterbildung: "Die Halbwertszeit von IT-Fachwissen wird von unterschiedlichen Quellen und nach unterschiedlichen Methoden sehr differenziert angegeben. Die Schätzungen schwanken zwischen 6 Monaten und 3 Jahren, wobei 1 bis 2 Jahre als realistisch anzusehen sind. Wissen um die reinen IT-Konzepte nimmt langsamer ab (etwa 10 Jahre). Daraus folgt ein permanenter Bedarf an innerbetrieblichen und externen Weiterbildungsaktivitäten für die IT-Fachkräfte, um den Bestand an (aktuellem) IT-Fachwissen konstant zu halten oder gar auszubauen. Die kurzen Zyklen des IT-Fachwissens unterscheiden sich stark von anderen Branchen und machen regelmäßiges Update des Wissens durch Fortbildungen erforderlich. Auf der anderen Seite sind IT-Fachkräfte damit flexibler und können schneller auf Veränderungen des Wissensstandes reagieren."(Gregor Kucera, derStandard.at vom 12.8.2009)

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PjotrV
24.09.2009 12:25
'dann gehen die MitarbeiterInnen der geburtenstarken Jahrgänge der 60er und 70er Jahre in Pension.'

Sollte wohl heißen 50er und 60er Jahre?

Wenn jmd. 75 geboren wurde, hätte er im zarten Alter von 10 seine Ausbildung abgeschlossen gehabt und ginge 2020 mit 45 in Pension.

-=DayWalker=-
14.09.2009 10:02
Kein Mangel bei entsprechender Bezahlung

Der IT-Fachkräftemangel ist hausgemacht, würden die Unternehmen angemessen zahlen, so würds es anders aussehn. Realität sind All In Verträge mit 20-30 Überstunden pro Woche, kein Wunder dass die Motivation nicht sehr hoch ist ITler zu werden. Mal abgesehn davon wandern die wirklich guten Leute ins Ausland, unter anderem den Ostblock, weil selbst dort die Bezahlung besser ist. Beispiel: Deutschlands ITler verdienen um 20% mehr, komisch. Natürlich jammert die Industrie und Manager, weil sich jetzt nicht jeder mit nem Zuckerlgehalt abfertigen lässt. Jetzt kann man nicht mehr junge Leute einstellen und ausbeuten, schon doof.
Mein Rat, angemessen Bezahlung, dann habt ihr auch keinen ITler Mangel, gute Qualitätsarbeit kostet halt.

A. E. Neumann
25.08.2009 12:35
Daraus könnte man jetzt ableiten...

Aus obiger Klagsschrift könnte man ableiten, dass ITler künftig nicht mehr mit 40 rausgeschmissen und durch Jüngere (die billiger sind) ersetzt werden.

Vermutlich wird es aber anders kommen. Vermutlich
wird vorher ein Stadteil Bangalores voller Programmierer zum 10. Bundesland erklärt, bevor irgendein oberschlauer Managerfuzzi auf die Idee kommt, einen über-40-jährigen einzustellen.

Fachkräftemangel. Dass ich nicht lache. Den gibts genauso wie den Pensionistenmangel.

Management Quatscher
30.08.2009 13:12

Bevor ein unflexibler alter Sack eingestellt wird, bleibt der Posten unbesetzt und man klagt händeringend, dass man keinen 24jährigen findet, der alles kann und dazu noch Geld mitbringt für´s Arbeiten Dürfen.

eklaTANT
31.08.2009 10:10

flexibel bezüglich was?

Dein schönster Traum
25.08.2009 08:48
Naja...

...Ist - Lohnerhöhungen würden helfen.

Außerdem Abschaffung bis Verbot von All - Inclusive - Verträgen.

Dann klappts auch mit dem IT - Fachkräfte - Markt!

so go
20.08.2009 13:46

die größten hürden waren wohl eher die egos der lehrer die man erst übersehen muss um an deren lehrwert zu gelangen.

staytuned2008
20.08.2009 11:38
Unseren täglichen IT Fachkräftemangel gib uns heute!

die Realität:
Siemens Jobabbau 900
http://derstandard.at/fs/r4951/Siemens

Microsoft: 5000 Job werde abgebaut
http://derstandard.at/fs/124654... n-abgebaut

UPC 100 müssen gehen.
http://derstandard.at/fs/1227289459000

Weniger Gehalt für IT-Führungskräfte (DE)
http://www.heise.de/jobs/Weni... ung/138403

Microsoft setzt Jobabbau in Österreich fort.
http://derstandard.at/fs/124055... esterreich

AT&S 450 Jobs weniger
http://derstandard.at/fs/122639... d=11286326

[...]

Wie war das nochmal mit dem Fachkräftemangel?








posaunist
20.08.2009 13:00
das sind fachkräfte?

(uups, ein sickerwitz)

staytuned2008
20.08.2009 14:11

Zur Erklärung - Fachkräftemangel lt. Wikipedia:
"Mit dem Begriff Fachkräftemangel ist meist ein Mangel an Facharbeitern (Gesellen, Meister, Techniker) und Akademikern bestimmter Fachrichtungen gemeint (meist Ingenieure, Informatiker, Betriebswirte, aber auch Experten aus anderen Fachgebieten)."

http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/download/... 547j07.pdf

"...ausreichende Verfügbarkeit qualifizierter und
hochqualifizierter Arbeitnehmer als Ausdruck eines hohen und wachsenden Humankapitalbestands ..."

jobhunter43
20.08.2009 11:31
Chance für Frauen

Die Nachfrage nach Frauen in der IT-Branche soll angeblich auch sehr stark sein. Leider siehts in der Realität anders aus, laut meinen Erfahrungen werden Männer bevorzugt.

eklaTANT
20.08.2009 10:06
Es gibt keinen IT Fachkräftemangel

...nur unfähige HR "Manager" und Teamleiter. Gute Leute findet man nicht über Stellenanzeigen. Aber auf eine "OSCON", "YAPC", "PGCon", "ApacheCon" etc. zu fahren, ist den Verantwortlichen der "Jammerlappenfirmen" zu mühsam. Firmen die bei diesen Konferenzen vor Ort sind, bekommen auch immer gute IT-ler.

Father in Motherboard
19.08.2009 22:23
wenn die letzten jahre schon mangel war

wieso droht der gerade jetzt ???

Management Quatscher
18.08.2009 23:19
ahhhh .... was lesen meine müden Augen

... der monatliche Robert-Fitzthum-Händering-Artikel, diesmal jedoch mit einem kleinen Time-Gap von 10 Jahren. Wir geben es jetzt schon ein bissl billiger, Herr Personalberater, net wahr ?

Aber in 10 Jahren, da herrscht dann wirklich wirklich ganz sicher unwiderruflich Fachkräftemangel. Aber wirklich !

(Allerdings wird schon seit Mitte der 1980iger Jahre vorhergesagt, dass spätestens in 10 Jahren Fachkräftemangel herrschen wird.)

Ich bitte um Erklärung der Experten, Personalberater, HR-Manager und Consulter, warum der Fachkräftemangel jedesmal knapp vor seinem Eintreten um 10 Jahre in die Zukunft verschoben wird.

Zum Gaudium des p.t Publikums schließe ich mit einem zünftigen "Händeringend". Es kommt von Herzen. Wirklich.

coder24
21.08.2009 01:47
*lach* :-)

Ein wahres Wort!

Management Quatscher
18.08.2009 23:09
Wetten dass

Ich wette, dass

in 10 Jahren kein Fachkräftemangel herrscht, aber "Studien" publiziert werden, die vorhersagen, dass in 10 Jahren (von heutigen Zeitpunkt sind es dann 20 Jahre) ganz sicher und unwiderruflich Fachkräftemangel herrschen wird.

Ich hätte alle Wetten der letzten 20 Jahre gewonnen.

Andreas Schmidt
18.08.2009 19:56
Der Wappler geht ins fitneßstudio mit Nina

Der Wappler würde gerne eine IT-Ausildung bzw. einen IT-Beruf machen, aber er glaubt, daß ihm da das Hirn dazu fehlt, sprich Mathemates!

GevatterTod
18.08.2009 09:53
McDonalds hat in Chicago eine eigene Uni

dort bilden die Hamburger-Manager aus - und Franchise Keiler.
Vielleicht kann der Österreichische IT Markt dort Leute abwerben, mit Green oder Blue-Card?

evolution hunter
 
17.08.2009 19:22
Plädoyer für die IT...

weil alle so raunzen... so schlecht ist es auch wieder nicht. Man kann nach wie vor gut verdienen. Eine universitäre Ausbildung in der IT ist sicherlich kein Zuckerschlecken, aber andere habens da kaum leichter. Man denke nur an Ärzte und was die in einem öffentlichen Spital verdienen. Zudem: echtes IT-Fachwissen braucht man überall auf der Welt, das zählt auf jedem Kontinent. Wer sonst hat so gute Chancen, im (meist besser bezahlenden) Ausland Fuß zu fassen und so seinen Horizont zu erweitern? Man muss es sich nur zutrauen! Sicherlich: Marketingtypen, Kommunikationsmanager, Corporate Sales Leute, und wie zum Teufel die alle heißen, mögens leichter haben und vielleicht auch mehr verdienen, was gscheites glernt ham sie trotzdem nicht :-)

Management Quatscher
18.08.2009 23:22

Marketing-Fuzzis und Kommunikationswappler ("ich möchte irgendwas Kreatives mit Medien machen") gibt es wie Sand am Meer. Die haben es nicht leichter. Auf eine freie Stelle kommen in diesen ach so "kreativen" Bereichen mehr als 100 Bewerber. Ja, es stimmt, können tun die meist nix, deshalb sind diese Berufsfelder auch so beliebt.

PyroTFD
17.08.2009 21:28
Yep

geb dir recht. Es gibt viele die rumsudern als ob alles schlecht wäre. Aber betrachtet man es mal logisch, so findet man heraus, dass arbeiten, bei denen nicht viel gedacht werden muss auch dem entsprechend bezahlt wird.

Warum werden die Marketingleute relativ gut bezahlt? Weils ihren Kopf hinhalten dürfen wenn ein Kunde bzw. ein Projekt das sie angezettelt haben schief läuft.
Warum bekommen viele Coder relativ schlecht bezahlt? Weil es VIELE Coder gibt und die meisten Projekte - Sorry - verdammt einfach sind. (und meist sieht auch so der Code aus)

Es gibt in der IT immer viel zu tun, aber es gibt nicht mehr die Situation des "ich mach nix und bekomm viel Geld dafür" - wer das denkt, denkt leider nicht weit...

The Informer
17.08.2009 18:13
hahaha

so manche haben den KV Handel - da verdient die Hofer Kassiererin genausoviel wie der junge Herr von big blue,....
Fachkräftemangel - so ein Dummfug - Ide0ten Mangel eher - keine Kohle - unbezahlte Überstunden, keine Sozialleistungen mehr,.... ja nicht in die IT,....

01052004
17.08.2009 17:41
"Ein Hauptproblem ist auch, dass es nicht gelingt in der Ausbildung Frauen anzusprechen"

na also: noch billiger noch fügsamer:
klappts mit den männern nicht (die stellen FORDERUNGEN!!! um himmels willen, forderungen...etwa nach akzeptablen arbeitsbedingungen, und adäquater bezahlung)
- her mit den frauen: die sind immer billiger und soundso belastbarer.

und wenn man mal wieder genug mannsbilder hat (=ende irgendwelcher krisen), dann haben die frauen das ihre getan und tschüssi-pfiatgott-schleichdi...oder bleib als putzfrau...

zerobreaker
17.08.2009 16:51
kein wunder

Ich habe eine annehmbare IT-Ausbildung, habe jetzt aber trotzdem meinen JOB gewechselt und sitze jetzt in der Organisation.
Nach meiner Ausbildung war ich im Außendienst, mit zwar entsprechendem gehalt aber keiner freizeit, kein firmenauto und unangenehmen Kunden.
Firma gewechselt und bin in den Innendienst, wo mich dann eine unwissende Cheffin und verrückte Enduser gequwählt haben. Arbeitszeiten anfangs ok, dann aber wie in der vorigen Frima mit weniger Geld.
Jetzt sitze ich in der Organisation verdiene um einiges besser, komme um 8h und gehe um 16:30h ohne kopfweh aus der arbeit.
Ich empfehle niemanden die IT Branche, weil man wo anders nicht weniger verdient, reguläre arbeitszeiten hat und NICHT DER SÜNDENBOCK FÜR JEDEN SCHEISS IST!

Dani M
17.08.2009 17:36

dem ist nicht viel dazuzugegeben. seit 8 jahren verdiene ich mein brot als webprogrammierer und jetzt projektmanager und habe fast dieselbe erfahrung.

überstunden sind selbstverständlich, tag und nacht erreichbarkeit. also, langsam ist das ganze leben nur die arbeit.

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