SkyEurope beruhigt: "Wir zahlen garantiert"

12. August 2009, 17:23
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Angeschlagene Airline verspricht: Flüge ab Wien "auf weitere Sicht" geregelt, Investorengruppe hat Geld zugesagt

Sechs SkyEurope-Maschinen wurden am Dienstag vom Flughafen Wien wegen offener Forderungen nur mit massiven Verspätungen abgefertigt. Heute, Mittwoch, beruhigt die Airline ihre Kunden: Wer in den nächsten Wochen von Wien aus mit der finanziell schwer angeschlagenen Billigfluglinie wegfliegen möchte, müsse ähnliche Vorkommnisse nicht mehr fürchten, denn SkyEurope werde die Forderungen des Flughafens "garantiert" begleichen. Die Flüge seien "auf weitere Sicht geregelt" und können bis Februar gebucht werden, sagte Airline-Sprecher Ronald Schranz.

Essensgutscheine verteilt

Wie berichtet, saßen am Dienstag mehrere hundert Passagiere am Flughafen Wien stundenlang fest. Der Airport hatte wegen offener Forderungen gegen SkyEurope seine Dienstleistungen gestoppt. Dass keine Information der wartenden Passagiere stattgefunden habe, wurde vom Flughafen damit begründet, dass dies Aufgabe der Fluglinie sei. Man habe aber Essensgutscheine verteilt, hieß es.

Ab 11 Uhr mussten gestern die Maschinen am Boden bleiben, um 16 Uhr folgte die Freigabe. Die Passagiere mussten aber auch danach noch stundenlang auf die Abfertigung warten.Warten hieß es für die Passagiere auch heute. Die Flieger der Airline dürfen zwar wieder abheben, aber es gibt teils erhebliche Verspätungen. So warten etwa die Passagiere nach Paris seit 11.15 Uhr auf den Abflug.

Verspätet ist auch der Flug nach Barcelona. Planabflug ist 16.30, laut Teletext könnte es wohl 21.00 Uhr werden. Weniger lange warten müssen Passagiere nach Brüssel. Ihr Flieger soll um 18.45 Uhr starten, statt 17.55 Uhr. Passagiere nach Bukarest fliegen erst um 23.20, statt um 19.00 Uhr.

Laut SkyEurope-Sprecher Ronald Schranz werden derzeit - außer dem Flieger in Paris - keine weiteren Flugzeuge auf Flughäfen festgehalten. Die erheblichen Verspätungen heute führt er auf "Nachwehen" des gestrigen nicht Abfertigung am Flughafen Wien sowie auf ein allgemein höheres Flugaufkommen im Sommer zurück. "Wir versuchen unsere Flugzeuge in die richtige Rotation zu bringen, das ist für eine kleine Fluglinie natürlich nicht so leicht", so Schranz.

Recht auf Mahlzeit und Erfrischungen

Bei unvorhergesehenen Wartezeiten von mehr als zwei Stunden haben Passagiere laut europäischem Recht auf Mahlzeiten und Erfrischungen sowie gegebenenfalls eine Übernachtung im Hotel. Zudem muss die Airline ihre Kunden informieren und ihnen Telefonate ermöglichen, damit sie Angehörige oder andere von der Verspätung Betroffene verständigen können. Hat ein Flug mehr als fünf Stunden Verspätung ist ein Passagier nicht verpflichtet zu fliegen und kann den Ticketpreis zurück verlangen.

Die Schulden der SkyEurope sollen vier Millionen Euro betragen. Der Flughafen hat der an der Wiener Börse notierten Airline daher eine letzte Frist gesetzt. Sollten bis Freitag, 15 Uhr nicht alle offenen und fälligen Forderungen bezahlt sein, stellt der Airport die Dienstleistungen ein. Diese Frist ist aus Sicht von SkyEurope allerdings "irrelevant", da es die Garantie gebe, dass die Airline "zahlen wird". Wann dies geschehen wird, wollte Sprecher Ronald Schranz nicht konkretisieren.

15 Millionen von Investoren zugesagt

SkyEurope habe einen Überbrückungskredit bekommen, zusätzlich habe eine Investorengruppe frisches Geld zugesagt, das am Ende des Restrukturierungsverfahren zur Verfügung stehen soll, erläuterte Schranz im Ö1-Mittagsjournal des ORF-Radio. Die Airline benötige, um in den profitablen Bereich zu kommen, 15 bis 20 Mio. Euro. 15 Mio. seien von Investoren zugesagt, sagte Schranz. Damit sei ein großer Schritt getan, um das Unternehmen über die kritische Phase hinweg zu bringen.

Als Grund für die Dauerkrise des Billigfliegers nannte Schranz, dass das Unternehmen aus der Anfangszeit einen Berg an Schulden mitschleppe, die im Restrukturierungsverfahren einer endgültigen Lösung zugeführt werden sollen. (APA/red)

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    SkyEurope schleppe "aus der Anfangszeit einen Berg an Schulden mit", erklärte ein Sprecher die Dauerkrise der slowakischen Fluglinie.

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