Lebensmüde Kunst und der Wert des Abfalls

12. August 2009, 16:04
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Das MAK präsentiert die Gruppenausstellung "Cute Puppies" mit Werken österreichischer DesignerInnen

Die Gruppenpräsentation "Cute Puppies. Young Austrian Designers" im MAK-Design-Space zeigt exemplarische Arbeiten von vierzehn österreichischen bzw. in Österreich tätigen DesignerInnen oder Designerkollektiven. Das mediale Spektrum reicht vom interaktiven Tool bis hin zur angewandten Handwerkskunst. Diese Ausstellung ist nach "Walking-Chair. Happy Landing" die zweite in der Reihe "Start_up": Designers' New Projects", die im Rahmen der Kooperation "design> neue strategien" von MAK und departure, der Kreativagentur der Stadt Wien, stattfindet.

"Bei der Auswahl der jungen DesignerInnen fokussierte ich auf Faktoren, die mir besonders wichtig sind: soziales Gewissen, visuelle und emotionale Wirkungskraft, globales Verständnis, Humor und breites Denken", sagt Kurator Omar Vulpinari. Zu sehen ist unter anderen ein dokumentarischer Kurzfilm "Emothunk" von Valerie Gudenus und Sandra Reichl über die Jugendbewegungen Emo, Goth und Punk.

Haarige Möbel

Dejana Kabiljos kapriziöse Objekte sind Phantasiegebilde aus kuriosen Materialien. Ausgestellt sind Taburetts (gepolsterte Schemel) aus der Serie PrettyPretty: Haare werden hier zu ausgefallenen Sesselbezügen, die von Designer Philippe Starck für die Inneneinrichtung des neuen SLS Hotels in Beverly Hills ausgewählt wurden.

Marian Grabmayer hat gemeinsam mit Grisha Morgenstern das Plakat "Die Scheiße" entworfen. Die Arbeit setzt sich mit der einzigartigen Eigenschaft von Kreativität auseinander, alles in neuem Licht erstrahlen lassen zu können und selbst Abfall in etwas Wertvolles zu verwandeln. Das Poster "Il vuoto é brutto - Emptiness is ugliness" von Marian Grabmayer ist eine künstlerische Intervention auf einem Stück Kiesweg.

Lebensmüde Kunst

Die grafische Gestalterin Johanna Nock zeigt in ihrer Plakatserie "Suicidial Objects" vermenschlichte Gegenstände, die versuchen sich umzubringen: Der neugeformte Gummifinger eines Luftballons zielt mit einer Nadel auf sich, eine Kerze geht durch Selbstverbrennung ihrem sicheren Tod entgegen. Diese morbidlustigen Arbeiten entstehen am Computer und werden von Nock als digital manipulierte Realität bezeichnet. (red)

Weitere Informationen

MAK

Ort: Stubenring 5, Wien 1

Ausstellungsdauer: 9. September - 26. Oktober

Öffnungszeiten: Di MAK NITE(C) 10.00-24.00 Uhr

Mi-So 10.00-18.00 Uhr, Mo geschlossen

  • Polkapott von Marie Rahm und Monica Singer
    © michael stelzhammer, 2007

    Polkapott von Marie Rahm und Monica Singer

  • Aus der Serie PrettyPretty
    © christian maricic, 2009

    Aus der Serie PrettyPretty

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