Schiefgelaufen

12. August 2009, 09:41
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Es ist Sommer und damit Zeit zum Reflektieren - Zum Glück oft mit medialer Begleitung

Es ist Sommer. Zeit zum Ausruhen, Zeit zum Reflektieren. Das findet zum Glück oft mit medialer Begleitung statt: Wie sonst bekäme die Öffentlichkeit so tiefen Einblick ins Denken bedeutender Leute dieses Landes.

Wer hinzuschauen wagt, gewinnt - zumindest an Erkenntnis.

So erinnerte Innenministerin Maria Fekter jüngst, aus gegebenem Anlass, an wichtiges Allgemeinwissen ("Einbrechen gehen ist Unrecht"), gab aber auch praktische Erziehungstipps, und zwar anhand der Differenzierung zwischen der Erziehung einer Unternehmers- und Politikertochter hier ("Ich habe meine Tochter immer abgeholt") und einem 14-jährigen Kremser da, der dieses Glück nicht hatte und dessen amtsbekanntes Abrutschen ins Milieu niemand aufgehalten hat. Bei ihm muss "irgendwas schiefgelaufen sein, sonst hätte man in diesem Alter noch keine kriminelle Karriere hinter sich", konstatierte Fekter im Kurier treffsicher.

Noch dazu war der nächtliche Einbruch in den Supermarkt (der Bub wurde dabei von Polizisten erschossen) völlig unsinnig. "Supermärkte pflegen ihre Kassen in der Nacht nämlich leerzuhalten", weiß die Ministerin. Echt schiefgelaufen. (gra, DER STANDARD, Printausgabe, 12.8.2009)

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