Präsident Arias von Schweinegrippe genesen

17. August 2009, 19:20
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Sieben Tage Quarantäne im Präsidentenpalast - 69-Jähriger hat wegen Asthma-Erkrankung höheres Risiko

San Jose - Der Präsident von Costa Rica, Oscar Arias (68), ist von der Schweinegrippe genesen und hat seine Arbeit wieder aufgenommen. Das teilte am Montag das Präsidentenamt in San José mit. Arias war zu Beginn der vergangenen Woche erkrankt und sieben Tage lang in seiner Residenz isoliert worden.

Der 69-Jährige leidet an chronischem Asthma und galt deshalb als Patient mit erhöhtem Risiko. Von den 28 bisher in Costa Rica an der Schweinegrippe gestorbenen Patienten waren rund ein Fünftel Asthmatiker.

Der Nobelpreisträger hat sich jüngst auch als Vermittler in der honduranischen Staatskrise betätigt. Arias hat zur Beilegung der Krise eine Rückkehr des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya sowie die Ausschreibung vorgezogener Neuwahlen vorgeschlagen.

Der aus einer wohlhabenden Familie stammende Arias war bereits von 1986 bis 1990 Präsident von Costa Rica. 1987 erhielt er den Friedensnobelpreis für einen Plan zur Beendigung der Bürgerkriege in Zentralamerika. Im Jahr 2006 schaffte er mit dem Versprechen, die Korruption in Costa Rica zu bekämpfen und ein Freihandelsabkommen mit den USA zu schließen, ein politisches Comeback und wurde neuerlich zum Staatspräsidenten gewählt. (APA)

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