Wiener Osteuropazentralen optimistischer

11. August 2009, 19:44
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Index sieht Besserung in Polen und Tschechien - Schlechte Lage in Ungarn und Ukraine

Wien - Die rund 400 Headquarters, die für den mittel- und osteuropäischen Raum von Österreich aus ihre 1400 Beteiligungen in der Region steuern, zeigen sich wieder etwas optimistischer, was die Geschäftserwartungen betrifft. Nach einer monatelangen Talfahrt reflektiert der Geschäftsklima-Indikator, der zehnten diesbezüglichen Erhebung von Thomson Reuters & OeKB (Oesterreichische Kontrollbank), im Juli wieder eine Aufhellung.

Diese Ergebnisse geben Anlass zur Hoffnung auf eine Trendwende in Mittelosteuropa (MOE): Quer durch alle Länder und praktisch alle Branchen sind die Konjunkturerwartungen der Direktinvestoren von vorsichtigem Optimismus geprägt. Das gleiche Bild zeigt sich bei den Geschäftserwartungen, so der Index.

Das beste Geschäftsklima herrscht in Polen, gefolgt von Tschechien. Die Ukraine und Ungarn liegen hingegen im Ländervergleich am unteren Ende der Skala. Für diese beiden stark krisengeschüttelten Länder beurteilen die Befragungsteilnehmer die aktuelle Geschäftslage ihrer Betriebe als katastrophal: Für 46 Prozent der Niederlassungen in Ungarn und 60 Prozent in der Ukraine wird eine negative Performance gemeldet. Ausgehend von dieser Situation ist auch der Ausblick auf die kommenden sechs Monate alles andere als rosig: In Ungarn stehen voraussichtlich 31 Prozent der Betriebe vor weiteren Geschäftsrückgängen; in der Ukraine sind es 23 Prozent.

Für Russland, das von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise mit voller Wucht getroffen wurde, haben die Erhebungsteilnehmer ihre Geschäftserwartungen deutlich nach oben geschraubt. Ein Viertel der Firmen vor Ort erwartet eine Verbesse- rung ihrer Geschäftsergebnisse in den nächsten sechs Monaten. Russland ist auch das einzige Land in den 19 Ländern Mittelosteuropas, wo der Bestand an Direktinvestitionskapital in den kommenden zwölf Monaten leicht ansteigen könnte. Geringfügig werden dort sogar wieder Standorte ausgebaut. (red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.8.2009)

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