ORF-Sommergespräch

Grüner Auftritt nach Drehbuch statt großem Polittheater

11. August 2009, 21:06
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    foto: orf/milenko badzic

    Ein Gespräch nach Drehbuch: Thurnher (li.) und Pluhar (re.) Sprachen mit Vassilakou über die Grünen.

Vassilakou: "Selbstverständlich will ich gerne eines Tages Bürgermeisterin von Wien sein"

Wien - Ein Sommernachtstraum am Dienstagabend: "Selbstverständlich will ich gerne eines Tages Bürgermeisterin von Wien sein," bekannte die interimistische Grünen-Chefin Maria Vassilakou, um die Erntshaftigkeit der Ansage im selben Atemzug zu relativieren: "Es hat sich ja jeder, der antritt, zum Bürgermeister erklärt."

Nicht einlösbare Ansprüche gehören zum Ritual der "Sommergespräche" im ORF. Auch heuer sollte sich das Format neu erfinden und die Gäste - so Moderatorin Ingrid Thurnher - motivieren, "das Textbuch mit den vorgefertigten Antworten zu Hause zu lassen".

Co-Interviewerin Erika Pluhar, gemäß des Mottos "Kultur trifft auf Politik" fürs Überraschungsmoment zuständig, stellte allerdings so manche Frage, auf die Vassilakou schon viele Male geantwortet hat. Politische Angepasstheit warf die Schauspielerin den Grünen vor - ausgerechnet mit dem eher leicht entkräftbaren Argument, die Ökos seien keine "Kraft gegen den Rechtspopulismus". Wenn eine Partei da konsequent sei, dann die ihre, parierte Vassilakou: "Niemals" würden die Grünen mit FPÖ und BZÖ zusammenarbeiten.

Kein Biss auf der Seebühne

"Führen Sie nicht das falsche Stück auf, für das sie keine Karten verkaufen?", versuchte Thurnher ihr Gegenüber aus der Reserve zu locken: Schließlich würden Zuwanderer trotz liberaler grüner Ausländerpolitik lieber SPÖ und FPÖ wählen. Doch nicht nur bei dieser Frage hielt sich Vassilakou streng ans eigene Drehbuch. Einladungen zur Improvisation überging sie, brachte in den Dialogen dafür alle Pflichtthemen von der Solarförderung bis zum grünen Beschäftigungsprogramm unter.

Großes Polittheater entwickelte sich auf der im Laufe der Sendung immer feuchteren Seebühne in Mörbisch so nicht. Oder, in den Worten Pluhars über die Grünen: "Das ist alles achtbar. Aber es fehlt, wie soll ich sagen, der Biss." (jo, DER STANDARD-Printausgabe, 12. August 2009)

Cremers Photoblog: Rückenwind für Vassilakou

Kommentar posten
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JobMotor
10
20.10.2009, 17:48
Vassilakou 4 Bürgermeister

Der Sozialdemokratische Bundekanzler Griechenlands hat Ihr das Außenministerium angeboten. Allein das beweits die Fähigkeit Vassilakous Mensche zu begeistern und von grüner Politik zu überzeugen !

Johann Hunger1
11
8.10.2009, 20:20
Ja bitte, aber in Griechenland!

gk76
22
...Bürgermeisterin von Wien

will sie jetzt den Häupl heiraten?

hans wurst
 
00
23.10.2009, 17:08
in Österreich

wär sie aber dann "die Frau Bürgermeister"

b.s.o.d.
24
21.8.2009, 17:07
eine schwachmatikerin in einer

schwachmatikerinnenpartei. da ist die va... eh super aufgehoben

Hatmal Fatal Error
11
19.8.2009, 14:43
Die GrunInnen sind doch überall gleich

http://www.welt.de/politik/d... -Tuer.html

Fred Ginger
14
17.8.2009, 16:08
Eine österreichische Sarah Palin.

Der Schein ist das Sein
00
15.8.2009, 11:21
"Selbstverständlich will ich gerne eines Tages Bürgermeisterin von Wien sein,"

Na, eilig haben sie es ja anscheinend nicht..

Hofmarschall
12
14.8.2009, 15:08
Ein Wunschtraum Fr. Bürgermeisterin von Entenhausen.

Aus dem Bauch heraus
110
13.8.2009, 23:16

die Pluhar war einfach unerträglich.

Mirstetta Toni
04
14.8.2009, 15:23

das ist sie schon seit den 70ern, als sie meinte peter alexander ist ein brechmittel.

aber so ist sie halt; friedhofsblond mit geschliffener rehtorik gilt in österreich schon als zeichen der absoluten elite!

Walter Bimini
00
11.10.2009, 18:19
pluhar hat immer pluhar gespielt. sie hat halt kein talent.

also dann ...
00
13.8.2009, 15:50
hat jemand einen link zu einem orf - stream - danke !

nisus
05
13.8.2009, 12:30
Wenn die kommenden Sommergespräche

ebenso „politisch dünn“ sind, dann lieber ORF, spart euch das Geld und bringt lieber den „Hansi“. Von Fr. Thurnher hatte ich mir mehr erwartet, von den beiden anderen Damen nicht. Anders gesagt, langweilig, fad, inhaltsleer, umschalten.

Ex-Volkskanzler in spe, jetzt Baulöwe
04
13.8.2009, 11:43
Das ganze Programm ist also "Abgrenzung" von der FPÖ?

Na bumm, alle Achtung......*lol*

tablespace65
04
13.8.2009, 10:58
Tempora mutantur!

Offensichtlich gilt das klassische Klischee, dass "Frauen besser im Reden sind als Männer", auch nicht mehr...

Das ganze "Sommergespräch" könnte man als zwar ambitioniertes, aber leider nur lauwarmes Lüfterl abtun. Also quasi eine - misslungene - "Kopfgeburt" der ORF-Innenpolitikredaktion.

Fr. Wankelmut
16
13.8.2009, 10:50
Ich hab’s noch im Ohr... „keine Kopfgeburt“...

Jo eh, sehr löblich. Und gut durchdacht! Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Hm.

Die Grünen fühlen sich momentan wie eine reine Kopfgeburt an...von sooo vielen Köpfen. Vor lauter Rechtfertigungen, Bedenken und Erklärungen vergessen‘s ganz aufs Herzblut und das SPÜRT man dooferweise sehr deutlich oder, vermisst man schmerzlich – wie auch immer.

Nichtsdestotrotz :) sehr sympathisch...

sc AN
02
13.8.2009, 01:09
der eingebildete businessprofi mikromist

scheint ein wenig unter stimmungsschwankungen zu leiden ...

mikromalist
 
20
13.8.2009, 09:02
Sie sollten sich nicht so fürchten?

Glauben Sie mir, Menschen mit Intelligenz, Frauen, Ausländer, .. beissen nicht. Das erzählt Ihnen nur Herr Strache in den Bierzelten und Burschenschaftskellern, weil er sich selbst so fürchtet.
Sie brauchen keine Angst haben, Sie werden auch nach der Wahl gefüttert werden. Das gebietet die Menschlichkeit.

Fred Ginger
29
12.8.2009, 23:20
DIE FEINEN DAMEN


Das Aufwachen der Grünen rückt immer weiter in die Ferne. Die Bürgerliche Kaffekränzchen-Mentalität wird keine neue Wähler herbeizaubern. Da muss man schon die harten, schweren, undankbaren Themen des Alltags anfassen. Dafür sind aber die manikürte Händchen viel zu fein.

Fr. Wankelmut
40
13.8.2009, 10:53
Little riddle?

Du meinst es braucht a paar g'scheite Männer für's Grobe..?

Fred Ginger
02
13.8.2009, 14:35

Nein. Meine ich eben nicht. Mir ist die Gender-Diskussion völlig wurscht. Es geht mir um politische Relevanz. Um wichtige Themen, die alle beschäftigen, nur die Grünen nicht.

Eva Porate
12
14.8.2009, 10:29

Wer macht eigentlich die PR Arbeit bei den Grünen? Scheinbar niemand. Das ist ja erschreckend dumm was die Fr. Vassillakou da von sich gibt. Eine professionelle Beratung wirkt in solchen Fällen Wunder, und tut der ganzen Partei gut.

darkwing
04
13.8.2009, 11:24
gscheide Frauen....

.....tun's auch.
Leider seh ich bei den Grünen nur Binnen.

Fr. Wankelmut
14
13.8.2009, 14:37
Teufelskreis...

Welche g'scheide, g'standene Frau tut sich den Binnen-Zirkus schon an?!

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