Powell: "Befreiung des Irak" ist im Gang

21. März 2003, 19:44
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US-Außenminister kündigt Regimewechsel an: "Wir kommen als Befreier"

US-Außenminister von Chiracs Aussagen gänzlich unbeeindruckt

Washington - US-Außenminister Colin Powell betrachtet die angekündigte Weigerung des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac, eine nachträgliche Legitimierung der amerikanisch-britischen Irak-Invasion durch den UNO-Sicherheitsrat zuzulassen, als bedeutungslos. Die "Befreiung des Irak" sei derzeit im Gang und könne nicht mehr aufgehalten werden, sagte Powell am Freitag nach einer Unterredung mit dem Präsidenten von Kamerun, Paul Biya, in Washington. Kamerun ist Mitglied des UNO-Sicherheitsrates. "Wir werden der Welt zeigen, dass wir als Befreier kommen, wir werden dem irakischen Volk ein besseres Leben und eine repräsentative Regierung ermöglichen", sagte Powell. Das irakische Erdöl werde zum Wohle des Volkes verwendet.

Der französische Präsident hatte zuvor in Brüssel jede UNO-Resolution abgelehnt, die den USA und Großbritannien die Verwaltung des Irak nach dem Krieg übertragen würde. Zuvor hatte der britische Premierminister Tony Blair erklärt, es sei wichtig, dass es eine neue UNO-Resolution zum Aufbau einer Zivilverwaltung nach dem Ende des Regimes von Staatschef Saddam Hussein gebe. Chirac erklärte: "Frankreich würde eine solche Resolution nicht akzeptieren, die die Militäraktion legitimieren und die den Kriegsparteien das Mandat zur Verwaltung des Irak geben würde." Ohne Mandat der Vereinten Nationen hätten sich die USA und Großbritannien außerhalb des internationalen Rechts gestellt. (APA)

  • Powell: "Wir werden der Welt zeigen, dass wir als Befreier kommen, wir werden
dem irakischen Volk ein besseres Leben und eine repräsentative
Regierung ermöglichen"
    foto: ruters/jones

    Powell: "Wir werden der Welt zeigen, dass wir als Befreier kommen, wir werden dem irakischen Volk ein besseres Leben und eine repräsentative Regierung ermöglichen"

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